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Microsoft bringt neue Beta von Antispyware

26.01.2006 | 12:06 Uhr |

Microsoft will angeblich in Kürze die Beta 2 seines Spyware-Schutzprogramms veröffentlichen.

Das Tool Microsoft Antispyware Beta sucht und schützt einen Rechner vor Spyware und findet auch einige verbreitete Rootkits. Das Programm lässt sich kostenlos testen. Im November verkündete Microsoft, dass das Tool künftig Windows Defender heißen soll ( wir berichteten ) und in Vista, dem Nachfolger von Windows XP, integriert sein wird.

Informationen im Internet zufolge soll eine stark erweiterte Version Beta 2 des Tools nun Ende Februar oder Anfang März veröffentlicht werden. Die Schutz-Software soll sich automatisch über das Windows-Update mit neuen Signaturen versorgen. Diese soll es bei Bedarf mehrmals täglich, mindestens aber einmal die Woche geben.

Seit rund einem Jahr wird heftig über die Pläne von Microsoft bezüglich Sicherheits-Software spekuliert. Im Laufe des Jahres 2005 waren viele Experten der Meinung, Microsoft würde Ende 2005 eine fertige Antiviren-Software anbieten – was schließlich nicht der Fall war.

Mittlerweile scheint wieder alles offen zu sein. Die Vorbereitungen für eine breite Palette an Sicherheits-Tools laufen weiter. So bietet Microsoft etwa auf seiner Website http://safety.live.com einem Online-Scanner (im Betastadium) an, der nach Viren und anderen Schadprogrammen sucht. Ebenfalls auf der Site finden sich weitere Online-Scanner, die Windows nach Schwachstellen durchforsten. Die Software One Care ist bislang nur für englischsprachige Windows-Versionen als Beta verfügbar. Sie soll den Anwender vor jeglichem schädlichem Code schützen. Zudem wird die Firewall in Windows Vista auch über einen Filter für ausgehende Verbindungen verfügen ( wir berichteten ). Einzig das Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software ist bereits als Final veröffentlicht. Es sucht nach einigen verbreiteten Würmern und wird jeden Monat zum Patch Day aktualisiert.

Ab wann die anderen Tools den Betastatus verlassen werden, ist ebenso unklar wie die Preisfrage. Wird Microsoft die Programme kostenlos anbieten oder als Kaufprogramme. Spannend ist zudem die Frage, ob die Tools allesamt in Windows Vista enthalten seine werden. In diesem Fall gilt es als möglich, dass einige Hersteller von Antiviren-Software gegen Microsoft eine Klage anstreben werden. Denkbar wäre eine Klage wegen Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung, wie sie die EU wegen des in Windows integrierten Mediaplayers geführt hat.

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