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Microsoft bittet um Auszeit im Kartellprozess

06.03.2002 | 11:32 Uhr |

Microsoft hat völlig unerwartet um eine Auszeit im Kartellprozess gebeten. Die Redmonder Softwareschmiede bat Richterin Colleen Kollar-Kotelly jetzt um einen zweiwöchigen Aufschub der Zeugenanhörungen. Die Fortsetzung des Prozesses war für den 11. März geplant.

Microsoft hat völlig unerwartet um eine Auszeit im Kartellprozess gebeten. Die Redmonder Softwareschmiede bat Richterin Colleen Kollar-Kotelly jetzt um einen zweiwöchigen Aufschub der Zeugenanhörungen, wie die Washington Post berichtet. Die Fortsetzung des Prozesses war für den 11. März geplant.

Diesen Zeitraum benötige das Unternehmen, um die kürzlich erfolgte Präzisierung der Forderungen der neun US-Bundesstaaten ( wir berichteten ) genau unter die Lupe zu nehmen.

Ohne die Auszeit habe Microsoft, so die Washinton Post , darüber hinaus keine Gelegenheit die Zeugen eingehend "zu ihrem Verständnis von der Bedeutung des grundlegend überarbeiteten Lösungsvorschlags und dessen möglichen Auswirkungen auf Kunden, PC-Industrie und Microsoft" zu befragen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer sieht scheinbar durch die bisherigen Forderungen der Kläger im Kartellrechtsprozess die Existenz seines Unternehmens bedroht: Der weltgrößte Softwarekonzern sei demnach im Fall eines Sieges der Kläger gezwungen, zumindest sein Flaggschiff, das Betriebssystem Windows, vom Markt zu nehmen ( wir berichteten ).

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