15406

Microsoft beseitigt Lizenzzwang für Sender ID

25.10.2006 | 08:50 Uhr |

Microsoft ermöglicht die Nutzung seiner Mail-Authentifizierungslösung "Sender ID" mit einem offenen und lizenzfreien Modell, das die bestehende Rechtunsicherheit beseitigen soll.

Mit der Aufnahme des Sender ID Framework in das noch junge Programm "Open Specification Promise (OSP)" ermöglicht Microsoft Jedermann die kostenfreie und rechtssichere Implementierung und Nutzung dieses Mail-Authentifizierungsverfahrens. Microsoft verspricht damit für alle Zeit auf Rechtsmittel gegen die Nutzer von Sender ID zu verzichten.

Sender ID soll die Verbreitung von Spam, Phishing und Malware über Mails mit gefälschten Absenderangaben bremsen. Nach Angaben von Microsoft werden 95 Prozent aller Mails dieser Art mit falschen Absenderangaben verschickt. Innerhalb von zwei Jahren sei die Zahl der Nutzer von Sender ID auf über 600 Millionen angestiegen, fünf Millionen Domain-Eigner sollen Sender ID bereits einsetzen.

Bislang gab es jedoch Bedenken bezüglich Microsofts Lizenzpolitik, die etwa die Apache Software Foundation davon abgehalten haben, Sender ID zu implementieren. Mittels OSP sollen diese rechtlichen Bedenken ausgeräumt werden. Microsoft verspricht damit "unwiderruflich" den Verzicht auf rechtliche Schritte gegen die Nutzer von Sender ID.

Mit Sender ID stellt Microsoft in kurzer Zeit bereits die dritte Software-Spezifikation unter das erst am 12. September dieses Jahres vorgestellte OSP-Modell. Den Anfang machte eine Spezifikation für Web-Dienste, gefolgt vom VHD-Format ( Virtual Hard Disk ).

0 Kommentare zu diesem Artikel
15406