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Microsoft beruft obersten Datenschützer

24.06.2003 | 14:32 Uhr |

Mit Peter Cullen hat Microsoft wieder einen Chief Privacy Strategist gefunden. Vorgänger Richard Purcell (53) hatte das Unternehmen bereits im März nach zehn Jahren verlassen. Der 44-jährige Cullen kommt von der Royal Bank of Canada in Toronto, für die er seit 1976 arbeitete und zuletzt als Corporate Privacy Offiver tätig war. Der geborene Engländer gilt als ausgesporchener Datenschutz- und Sicherheitsexperte. Dass er nicht aus den USA, sondern aus Kanada kommt, stufen Datenschutzexperten als gute Nachricht ein.

Mit Peter Cullen hat Microsoft wieder einen Chief Privacy Strategist gefunden. Vorgänger Richard Purcell (53) hatte das Unternehmen bereits im März nach zehn Jahren verlassen. Der 44-jährige Cullen kommt von der Royal Bank of Canada in Toronto, für die er seit 1976 arbeitete und zuletzt als Corporate Privacy Offiver tätig war. Der geborene Engländer gilt als ausgesporchener Datenschutz- und Sicherheitsexperte, der zu diesen Themen auch regelmäßig auf Kongressen spricht, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Dass der neue Datenschutzchef des Softwarekonzerns nicht aus den USA, sondern aus Kanada kommt, stufen Datenschutzexperten als gute Nachricht ein. "Kanada ist in der Datschutzgesetzgebung den Vereinigten Staaten Lichtjahre voraus", erklärte Beth Givens, Direktorin des Privacy Rights Clearinghouse in San Diego gegenüber IDG .

Scott Charney, Chef der von Firmengründer Bill Gates ausgerufenen Initiative "Trustworthy Computing", sagte, dass Microsoft künftig in Sachen Datenschutz eine Vorreiterrolle übernehmen und nicht nur das umsetzen wolle, was die Gesetze vorgeben.

Ob Microsoft dieses hochgesteckte Ziel erreichen kann, muss sich noch zeigen. In der Vergangenheit machte die Gates-Company vor allem mit ihrem zentralen Authentifizierungsdienst Passport negative Schlagzeilen in Sachen Sicherheit und Datenschutz. Sowohl die amerikanische Regulierungsbehörde Federal Trade Commision (FTC) als auch die europäische Union beäugen den Internet-Single Sign-On-Dienst mit Argwohn.

Die EU drängte den Konzern, den Datenschutz für die Anwender zu verbessern. Die FTC vereinbarte mit Microsoft weitreichendere Auflagen. Sollte die Firma die Privatsphäre ihrer Kunden nicht ausreichend schützen, droht jeweils eine Strafe in Höhe von 11.000 Dollar.

Trustworthy Computing - Gates zieht Bilanz und lobt die Initiative (PC-WELT Online, 27.01.2002)

Experten: Microsofts Sicherheits-Initiative zweifelhaft (PC-WELT Online, 02.05.2002)

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