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Microsoft behindert freie Pressearbeit

31.08.2000 | 16:38 Uhr |

Microsoft versucht, einzelne Journalisten bei der Berichterstattung über Microsoft-Produkte zu behindern. Auf der schwarzen Liste des Software-Konzerns stehen Redakteure der Fachzeitschrift PC-WELT. Jüngstes Beispiel der versuchten Einflussnahme: Microsoft hat einen PC-WELT-Redakteur von einer Pressekonferenz kurzfristig wieder ausgeladen, nachdem dieser eine - offenbar versehentlich ausgesprochene - Einladung von Microsoft angenommen hatte. Zwei Tage vor der Pressekonferenz ließ ihm Microsoft über eine Presseagentur ausrichten, "PC-WELT-Redakteure sind unerwünscht".

Microsoft versucht, einzelne Journalisten bei der Berichterstattung über Microsoft-Produkte zu behindern. Auf der schwarzen Liste des Software-Konzerns stehen Redakteure der Fachzeitschrift PC-WELT. Jüngstes Beispiel der versuchten Einflussnahme: Microsoft hat einen PC-WELT-Redakteur von einer Pressekonferenz kurzfristig wieder ausgeladen, nachdem dieser eine - offenbar versehentlich ausgesprochene - Einladung von Microsoft angenommen hatte. Zwei Tage vor der Pressekonferenz ließ ihm Microsoft über eine Presseagentur ausrichten, "PC-WELT-Redakteure sind unerwünscht". Auf der Pressekonferenz, die am 31.8.2000 statt fand, hat Microsoft die Lexikon-CD "Encarta 2001" vorgestellt.

Selbstverständlich müssen PC-WELT-Leser und Besucher von www.pcwelt.de dennoch nicht auf aktuelle Informationen über Microsoft und Testberichte von Microsoft-Produkten verzichten. Der Test der Microsoft Encarta Enzyklopädie Plus 2001 steht am 31. August gegen 20:00 Uhr auf www.pcwelt.de.

Die Redaktion der PC-WELT sieht in dem Versuch, PC-WELT-Redakteuren den Zugang zu Informationen zu verwehren, einen Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung Microsofts. Der Software-Hersteller ist offenbar verärgert über die seit Jahren kritische Berichterstattung der PC-WELT. (PC-WELT, 31.08.2000, bif)

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