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Microsoft auf Schmusekurs?

22.05.2003 | 11:59 Uhr |

Die US-Regierung unter Bill Clinton wollte Microsoft zerschlagen. Doch sie scheiterte. Einige US-Bundesstaaten wollten Microsoft daraufhin zumindest an die kurze Leine legen. Aber auch das blieb ohne Erfolg. Sun, Oracle und diverse Linux-Distributoren verkünden schon seit langem, die marktbeherrschende Stellung des Redmonder Software-Giganten beenden zu wollen. Bis heute ohne zählbaren Erfolg. Microsoft verkörpert Macht pur und fast grenzenlosen Einfluss - das stört mittlerweile sogar die Redmonder selbst. Steve Ballmer soll deshalb einen Imagewechsel planen.

Die US-Regierung unter Bill Clinton wollte Microsoft zerschlagen. Doch sie scheiterte. Einige US-Bundesstaaten wollten Microsoft daraufhin zumindest an die kurze Leine legen. Aber auch das blieb ohne Erfolg. Sun, Oracle und diverse Linux-Distributoren verkünden schon seit langem, die marktbeherrschende Stellung des Redmonder Software-Giganten beenden zu wollen. Bis heute ohne zählbaren Erfolg. Microsoft verkörpert Macht pur und fast grenzenlosen Einfluss - das stört mittlerweile sogar die Redmonder selbst. Steve Ballmer soll deshalb einen Imagewechsel planen.

Zumindest wenn man einem Bericht der Wirtschaftswoche glauben will. Der ansonsten eher hemdsärmelige Microsoft-Boss Steve Ballmer soll sich Sorgen um das Ansehen und den Ruf von Microsoft machen. Durch sein Image als "Software-Rambo" würde sich das von Bill Gates mitbegründete Unternehmen den Weg in neue Wachstumsmärkte verbauen. Deshalb soll jetzt ein Kurswechsel erfolgen: Micrsoft will sich vom keinen Widerspruch duldenden Monopolisten in einen sympathischen Partner wandeln.

Alles nur Bluff oder ernste Absicht? Steve Ballmer beteuerte zumindest in einem Interview mit der Wirtschaftswoche, dass Microsoft künftig mehr Kooperationen auf neuen Geschäftsfeldern eingehen wolle und sich bei der Entwicklung seiner Produkte mehr an den Kundenwünschen orientieren würde.

Ballmer: Wir haben "begriffen, dass wir nicht die ganze Welt mit ein und demselben Produkt beglücken können". Der mächtige Microsoft-Manager nannte den Bereich des Mobilfunks als mögliches Feld für Kooperationen. Zudem wollen die Redmonder erstmals einen Ausländer und zwar einen Europäer in den Aufsichtsrat berufen.

Microsoft bestätigt Geheimkasse (PC-WELT Online, 16.05.2003)

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