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Microsoft: Zerschlagung schadet Wirtschaft

Kurz vor der Anhörung vor Gericht hat Microsoft erneut gegen die geplante Zerschlagung des Konzerns protestiert. Die Teilung schade nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Verbrauchern und generell der gesamten Wirtschaft.

Kurz vor der Anhörung vor Gericht hat Microsoft erneut gegen die geplante Zerschlagung des Konzerns protestiert. Die Teilung schade nicht nur dem Unternehmen, sondern auch den Verbrauchern und generell der gesamten Wirtschaft, so Microsoft in einer schriftlichen Stellungnahme. Noch vor sechs Jahren, als das Verfahren gegen Microsoft begann, hätte die Regierung diese Argumentation geteilt. Allerdings offenbarten sich im Laufe des Prozesses immer mehr illegale Praktiken des Software-Herstellers, so dass die Kläger jetzt eine strukturelle Änderung für unabdingbar halten.

Empört reagierte der Software-Riese auf die Aussage der Regierung, die Auflagen, mit denen Microsofts Geschäftspraktiken beschnitten werden sollen, reichten nicht aus - vor allem weil man nicht sicher sein könne, dass Microsoft diese Auflagen voll und ganz einhalten würde. Die Auflagen betreffen unter anderem den Internet Explorer, den Microsoft eigenen Angaben zufolge künftig nicht mehr eingebettet in Windows ausliefern will.

Es wird erwartet, dass Richter Thomas Jackson am heutigen Mittwoch einen Termin für die Verkündung des Strafmaßes festlegen wird. Unklar ist allerdings, wie viel Zeit Jackson beiden Seiten zur Darstellung ihrer Positionen einräumen wird, bevor er seine endgültige Entscheidung fällt. Microsoft hatte beantragt, die Verhandlung um mehrere Monate zu verschieben. (PC-WELT, 24.05.2000, dpa/ sp)

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