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Microsoft: Xbox-Chef Peter Moore tritt ab

18.07.2007 | 10:55 Uhr |

Fröhliches Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielchen bei Microsoft: Peter Moore, bislang Chef der Xbox-Sparte wird das Unternehmen verlassen und künftig für Electronic Arts als oberster Chef der Sport-Sparte tätig sein. Nachfolger wird Don Mattrick, der erst im Februar 2007 zu Microsoft stieß. Davor war Mattrick Präsident der Worldwide Studios von Electronic Arts.

Microsofts charismatischer Xbox-Chef Peter Moore wird seinen Posten Ende Juli an Don Mattrick abgeben. Bis Ende August wird Moore noch den Übergang begleiten, danach wird er aus familiären Gründen nach San Francisco übersiedeln. Doch neben den privaten Gründen dürfte auch die neue Aufgabe ein guter Grund für einen Wechsel sein, denn Moore wird ab September bei Electronic Arts den Bereich Sport-Spiele leiten.

Bei Electronic Arts kennt sich auch Moores Nachfolger Don Mattrick aus. Dieser hatte bei dem weltweit größten Videospiel-Hersteller diverse leitende Positionen inne, zuletzt war er Präsident der Worldwide Studios von Electronic Arts, bevor er im Februar 2007 - zunächst als Berater - zu Microsoft stieß.

Aus einer Eingabe bei der US-Börsenaufsicht SEC ist auch zu ersehen, wie viel Peter Moore künftig bei Electronic Arts verdienen wird. So beträgt sein Grundgehalt 550.000 Dollar, erreicht er seine Vorgaben, ist ein zusätzlicher Bonus in Höhe von maximal 75 Prozent des Grundgehalts drin. Für die Unterschrift auf dem neuen Arbeitsvertrag (sign-bonus) erhält Moore 1,5 Millionen Dollar. Dieser Betrag muss allerdings zurück gezahlt werden, sollte Moore innerhalb von zwei Jahren Electronic Arts freiwillig wieder verlassen. Dazu kommen noch 50.000 Aktien von Electronic Arts, wovon er die erste Hälfte nach zwei Jahren und die zweite Hälfte nach vier Jahren verkaufen darf. Weiterhin hat Moore das Recht, 350.000 Aktien des Unternehmens im Rahmen eines Optionsprogramms zu erwerben. Letztlich erhält Moore zirka 330.000 Dollar "Umzugskostenbeihilfe". Auch dieser Betrag muss zurück gezahlt werden, sollte Moore Electronic Arts innerhalb eines Jahres freiwillig verlassen.

Die Xbox-Sparte, die Moore leitete, machte in letzter Zeit eher mit Problemmeldungen auf sich aufmerksam. Erst kürzlich stellte Microsoft eine Milliarde Dollar für defekte Xbox-360-Konsolen zurück, die Garantie wurde auf drei Jahre verlängert und das geplante Auslieferungsziel von 12 Millionen Konsolen bis Ende Juni wurde um rund 400.000 Stück verfehlt.

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