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Microsoft: Wir sind nicht am Skype-Ausfall schuld - Zweifel an Skype-Angaben

21.08.2007 | 10:44 Uhr |

Das für die Auslieferung von Sicherheits-Updates zuständige Microsoft Security Response Center hat in einer Stellungnahme betont, dass die in der vergangenen Woche erschienenen Sicherheits-Updates nicht zum Ausfall von Skype geführt haben. Sicherheitsexperten äußern auch Zweifel, an der offiziellen Erklärung von Skype für die Probleme.

Gleich mehrere Tage hat der VoIP-Dienst Probleme, die dazu geführt hatten, dass Anwender sich nicht mehr einloggen konnten. Die Probleme hatten am 16. August begonnen und dauerten einige Tage an. Letztendlich erfolgte seitens Skype die Erklärung, dass ein in der vergangenen Woche veröffentlichtes Update, welches an Windows-Anwender ausgeliefert worden war, zu den Problemen bei Skype geführt hatte .

Skype meinte damit nicht ein selbst veröffentlichtes Update: Vergangene Woche zelebrierte Microsoft den Patch-Day im August. Die an die Windows-Anwender ausgelieferten Updates erforderten einen Neustart der Rechner. Laut Angaben von Skype war dies der Grund, warum anschließend das Skype-Netzwerk mit Problemen zu kämpfen hatte, weil sich unzählige Rechner nach dem Neustart versuchten, bei Skype einzuloggen. Hinzu kam, so Skype, ein neu entdeckter Software-Bug, der das Problem verschärfte.

Skypes Erläuterungen zu den Problemen führten anscheinend dazu, dass bei Microsoft vermehrt Anfragen darüber eingingen, welche Rolle Microsoft bei den Problemen bei Skype gespielt hatte. Dementsprechend hat sich nun auch das Microsoft Security Response Center (MSRC) zu Wort gemeldet und will Klarheit schaffen. Im Blog des MSRC-Teams wird betont, dass Microsoft keinerlei Schuld an den Skype-Problemen trifft. Die Auslieferung der Updates sei wie immer erfolgt und es habe auch seitens Microsoft keinerlei Zwischenfälle gegeben.

„Wir haben letzte Woche Skype kontaktiert, um ihnen zu helfen. Als erstes haben wir überprüft, ob für den Vorfall eines unserer Sicherheits-Updates verantwortlich ist und wir haben festgestellt, dass dies nicht der Fall war“, heißt es seitens des MSRC. Anschließend wurde überprüft, ob irgendetwas Ungewöhnliches nach der Auslieferung der Sicherheits-Updates passiert ist. Auch hier wurde man nicht fündig. „Glücklicherweise hat man bei Skype die Gründe für die Probleme gefunden: Ein Software-Bug“, so das MSRC.

Das MSRC nutzt auch die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass es bei jeder Veröffentlichung von Sicherheits-Updates deren Auslieferung genau verfolgt, um bei eventuell auftauchenden Problemen sofort eingereifen zu können. „Wir ermuntern unsere Kunden auch weiterhin die Updates aufzuspielen und bei Problemen so zu reagieren, wie es bei Skype der Fall war: Kontaktiert uns sofort“, bittet das MSRC.

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