Microsoft

Windows-Chef Sinofsky äußert sich zu Windows 7

Mittwoch den 28.05.2008 um 15:55 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Für die Entwicklung von Windows Vista war bei Microsoft Jim Allchin zuständig. Nach der Fertigstellung von Vista verließ Allchin Microsoft und übergab das Zepter an Steven Sinofsky, der damit quasi als Windows-Chef für die Entwicklung von Windows 7 zuständig ist. In einem Interview hat sich Sinofsky nun zum Thema Windows 7 geäußert.
Im Vorfeld der Präsentation von Windows 7 durch Bill Gates und Steve Ballmer hat Sinofsky dem US-IT-Dienst ein Exklusiv-Interview zu dem Thema Windows 7 gegeben. Wir fassen die wichtigsten Aussagen zusammen.

Auf das Erscheinungsdatum angesprochen, hieß es bisher seitens Microsoft, dass Windows 7 drei Jahre nach der breiten Verfügbarkeit von Windows Vista erscheinen soll. Windows Vista erschien für Endanwender Ende Januar 2007, womit Windows 7 nach dieser Rechnung Anfang 2010 erscheinen müsste. Sinofsky bestätigte in dem Interview, dass an diesem Zeitplan festgehalten wird.

In der Vergangenheit war oft von dem neuen, abgespeckten Windows-Kernel MinWin die Rede. In einem Blog-Eintrag hatte Chris Flores, Director bei Microsoft Mitglied des Windows Client Communications Team, erklärt, dass bei Windows 7 kein neuer Kernel zum Einsatz kommen wird, sondern der Kernel von Vista und Server 2008 weiterentwickelt wird . Windows-Chef Steven Sinofsky bestätigt dies in dem Interview.

"Wir sind uns völlig klar darüber, dass Treiber und Software, die unter Windows Vista arbeiten, sehr gut unter Windows 7 funktionieren werden. De facto werden sie gleich funktionieren. Wir werden keine neuen Kompatibilitäten, vor allem im Bereich Treiber-Modelle, einführen", betont Sinofsky in dem Interview. Er fügt hinzu, dass man bei Windows 7 auf die Stärken des Kernels von Windows Server 2008 aufbauen wolle, der wiederum eine Evolution des Kernels von Windows Vista sei.

Anschließend erklärt Sinofsky, dass Microsoft bei Vista zu viele Dinge bereits während der frühen Entwicklungsphase verraten habe, als das Betriebssystem noch "Longhorn" hieß. Wenn man allerdings zu früh etwas verkündet und später die Pläne ändern muss, sei dies nicht gerade der Sache förderlich. "Eine Lektion, die wir gelernt haben, ist, sicherzustellen, dass die Informationen, die wir geben, wirklich die Versprechen reflektieren, das wir uns selbst und das Team zu dem Produkt geben", sagte Sinofsky.

Eher zurückhaltend gibt sich Sinofsky im Interview, wenn es um das Thema neue Funktionen in Windows 7 geht. Derzeit sei Microsoft nicht bereit, darüber zu Reden, so Sinofsky. Er machte lediglich die Angaben, dass Windows 7 genau wie Windows Vista jeweils in einer 32- und 64-Bit-Fassung veröffentlicht wird. Da es sich aber bei Windows 7 um einen "Major Release" von Windows handeln wird, können Anwender einiges an Neuerungen erwarten, zu denen die Microsoft aber erst später Details verkünden will.

Mittwoch den 28.05.2008 um 15:55 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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