Microsoft begräbt Windows Live

Windows 8 enthält Skydrive, Mail, Kalender & mehr

Donnerstag den 03.05.2012 um 10:19 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Microsoft begräbt Windows Live
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Microsoft hat offiziell das Ende der nicht gerade erfolgreichen Marke Windows Live angekündigt. Mit Windows 8 sollen die hinter Windows Live steckenden Dienste einen Neustart hinlegen und werden teilweise in das Betriebssystem integriert.
Gemunkelt wurde es bereits vor einigen Wochen und nun hat Microsoft auch offiziell per Blog-Eintrag das Ende der im November 2005 gestarteten Kampagne rund um Windows Live und die entsprechend benannten Dienste verkündet. Alle Dienste sollen auch weiterhin existieren, allerdings nicht mehr unter dem Dach der "Windows Live"-Marke.

Unter der Bezeichnung Windows Live bietet Microsoft diverse attraktive Web-Dienste und Applikationen, wie etwa Hotmail, Skydrive, Messenger an. Mit Windows 8 werden viele dieser Dienste, wie etwa der Cloud-Speicher-Dienst Skydrive, zum Teil des neuen Betriebssystems oder zumindest besser in das neue Betriebssystem integriert. Chris Jones, Microsofts Vize-Präsident der Windows Live Gruppe, räumt in dem Blog-Eintrag ein, dass der Windows-Desktop bisher nicht darauf ausgelegt war, mit den Cloud-Diensten zu interagieren. Dementsprechend böte Windows 8 nun die Gelegenheit, die Dienste und Software so zu designen, dass sie zu einem Bestandteil der Windows-Erfahrung werden und über Windows Desktop-Apps, Windows Metro Style Apps, in Web-Browsern und auf mobilen Geräten verfügbar sind.

In Folge der Entscheidung werden im Laufe der kommenden Wochen und Monate vor dem Windows-8-Start unter anderem die Windows Live IDs in Microsoft Account umbenannt. Über einen Microsoft Account erhalten Anwender damit künftig Zugriff auf alle verfügbaren Dienste, egal ob sie via Windows 8 oder einem Windows-Phone-Gerät darauf zugreifen.

In Windows 8 werden folgende Applikationen mit lokalen und Cloud-Komponenten vorinstalliert mitgeliefert: Microsoft Account, Skydrive, Mail (bisher Windows Live Mail), Kalendar, Kontakte (People), Messaging und Fotos/Videos.

Laut Angaben von Microsoft wird es auch möglich sein, einen Microsoft Account mit einem Online-Dienst eines Drittanbieters wie etwa Facebook, Twitter oder LinkedIn zu verknüpfen. Ein Vorteil für die Anwender: Kontakte werden so über mehrere Dienste miteinander abgeglichen und synchronisiert und Kontaktlisten müssen damit künftig nicht in mehreren Diensten mühsam in Ordnung gehalten werden.

Die genannten Applikationen und Dienste ersetzen damit die bisher unter folgenden Namen existierenden Dienste und Anwendungen: Windows Live ID, Windows Live Mail, Windows Calendar, Windows Contacts, MSN Messenger, Windows Live Photo Gallery und Movie Maker.

Donnerstag den 03.05.2012 um 10:19 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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