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Microsoft: Vista-Nachfolger voraussichtlich 2009

12.02.2007 | 12:13 Uhr |

Laut Microsoft CEO Steve Ballmer soll sich der Abstand von fünf Jahren zwischen der Veröffentlichung zweier Betriebssystem nicht mehr wiederholen (wir berichteten). Eine präzisere Aussage zum Zeitrahmen kam jetzt aus dem Munde desjenigen, der bei Microsoft verantwortlich für die Entwicklung der Kern-Komponenten der Windows-Produkte ist.

Gerade mal zwei Wochen sind seit dem Launch von Vista vergangen, aber Microsoft ist natürlich bereits dabei, Pläne für das folgende Client-Betriebssystems zu machen, um den Nachfolger gegen Ende 2009 ausliefern zu können. Viel schneller als Vista, was mehr als fünf Jahre nach Erscheinen von Windows XP herauskam. Aber Vista war auch eine Ausnahmeerscheinung, wie Ben Fathi, Corporate Vice President für die Entwicklung bei der Microsofts Windows Core Operating System Division, auf der RSA Conference in San Francisco verlauten ließ.

Ursprünglich hatte Microsoft ein Release mit vielen radikalen Änderungen im Sinn, inklusive eines neuartigen Dateisystems und einer komplett überarbeiteten Bedienoberfläche. Aber nach den Wurm-Attacken von 2003 konzentrierten Microsofts Entwickler ihre ganze Energie darauf, Windows mit dem XP Service Pack 2 vor Anfälligkeiten zu schützen.

"Wir haben Longhorn eine Weile auf Eis gelegt“, so Fathi. "Als wir dann zurückkehrten, wurde uns bewusst, dass es Dinge gab, die wir schrittweise einführen wollten, und bedeutsame Änderungen, die wir in Vista implementieren wollen - die wir aber nicht in einem Release liefern konnten."

Vista kam dementsprechend zweieinhalb Jahre nach Windows XP SP 2, und der Vista Nachfolger wird in etwa den selben Zeitraum brauchen, so Fathi. "Rund zwei, zweieinhalb Jahre sind ein vernünftiger Zeitrahmen auf den sich unsere Partner verlassen können und mit dem sie arbeiten können." Damit würde das nächste Client-Betriebssystem Ende 2009 kommen.

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