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Microsoft: Verzögerte Auslieferung von Vista und Office lassen Gewinn sinken

26.01.2007 | 10:14 Uhr |

Microsoft hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Geschäftszahlen für das abgelaufene zweite Quartal präsentiert. Das Unternehmen konnte zwar den Umsatz steigern, der Gewinn sank allerdings um rund eine Milliarde US-Dollar. Schuld daran sind Vista und Office, die durch den verzögerten Start erst im dritten Quartal für Einnahmen sorgen werden.

Microsoft hat im zweiten Geschäftsquartal (bis Ende Dezember) einen Gewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar erzielen können. Im Vorquartal wurde noch ein Gewinn von 3,48 Milliarden US-Dollar erreicht und im selben Quartal im Vorjahr lag der Gewinn bei 3,65 Milliarden US-Dollar. Schuld an dem Rückgang des Gewinns ist die verzögerte Einführung von Windows Vista und Office 2007, die erst jetzt, im dritten Geschäftsquartal starten werden.

Den Umsatz konnte das Unternehmen dagegen von 10,81 Milliarden US-Dollar im Vorquartal um sechs Prozent auf 12,54 Milliarden US-Dollar erhöhen. Erwartet worden waren 12,09 Milliarden US-Dollar Umsatz. Als Grund für den höheren Umsatz nannte Microsoft unter anderem die Xbox 360. Dieser Bereich arbeitet zwar weiterhin nicht profitabel, konnte aber seinen Umsatz um 76 Prozent 2,96 Milliarden US-Dollar erhöhen.

Die Prognose für den Gewinn pro Aktie im Gesamtjahr hob Microsoft von bisher 1,43 bis 1,46 Dollar auf 1,45 bis 1,47 Dollar an.

Analysten reagierten positiv auf das Quartalsergebnis von Microsoft und auch an der Börse konnte die Microsoft-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen wieder um zwei Prozent zulegen, nachdem zuvor der Wert der Aktie um zwei Prozent gesunken war.

Spannend wird nunmehr das dritte Quartal. Microsoft erzielt fast die Hälfte seines Umsatzes und einen Großteil des Gewinns durch den Verkauf von Windows und Office.

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