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Microsoft: US-Justizministerium verteidigt Einigung

16.11.2001 | 15:06 Uhr |

Das US-Justizministerium hat die angestrebte außergerichtliche Einigung im Kartellprozess gegen den Softwarehersteller Microsoft verteidigt. In einem 68-seitigen Schriftstück begründete die Regierung ihre Entscheidung gegenüber den Kritikern.

Das US-Justizministerium hat die angestrebte außergerichtliche Einigung im Kartellprozess gegen den Softwarehersteller Microsoft verteidigt. In einem 68-seitigen Schriftstück begründete die Regierung ihre Entscheidung gegenüber den Kritikern.

Besonders interessant ist Kapitel II des so genannten "Competitive Impact Statement". In diesem stellt das Justizministerium einen Abriss der Maßnahmen dar - insgesamt über ein halbes Dutzend.

Die außergerichtliche Einigung verlangt beispielsweise, dass Microsoft Computerherstellern die freie Wahl überlässt, Microsoft-Produkte oder Konkurrenzsoftware auf ihren Geräten zu installieren. Weiterhin soll der Softwaregigant den Wettbewerbern bislang geheime Schnittstellen seines Betriebssystems preisgeben.

Über die Wirkung der Maßnahmen macht sich das Justizministerium keinerlei Sorgen. Die geplanten Maßnahmen würden "Microsofts illegale Praktiken beenden".

In den kommenden 60 Tagen sollen nun Experten und Wettbewerber die außergerichtliche Einigung kommentieren. Danach muss das Gericht über die Vereinbarung befinden.

Den Bericht "Competitive Impact Statement" können Sie online nachlesen. Einzige Voraussetzung für die Lektüre sind sehr gute Englischkenntnisse.

Wer übrigens auf Begriffe, wie "Microsoft Middleware" oder etwa "Non-Microsoft Middleware Product" stößt, sollte sich nicht irritieren lassen. In Kapitel IV "EXPLANATION OF THE PROPOSED FINAL JUDGMENT" sind diese Begriffe detailliert erklärt.

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