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Microsoft-Tool verspricht wackelfreie Videos mit der Helmkamera oder Google Glass

11.08.2014 | 15:53 Uhr |

Drei Microsoft-Forscher wollen das Problem der vielen Wackler in First-Person-Videos gebannt haben. Ihr Hyperlapse-Tool zeigt Videos, bei denen der Kameramann zu schweben scheint.

Drei Microsoft-Forscher haben mit "First-person Hyperlapse" eine eindrucksvolle Technik entwickelt. Sie macht aus wackligen Videos von der Helmkamera oder Datenbrillen wie Google Glass ein flüssiges Video, das wirkt, als ob der Kameramann durch die Luft schwebe. Die Erfinder präsentieren die Technik in einem Youtube-Video. Zuerst sieht man das wacklige und langsame Original durch die Linse einer Helmkamera. Dann beschleunigt der Macher sein Video um den Faktor 10. Die Landschaft gleitet vorüber, das Video wird interessanter. Doch leider stören heftige Wackler den Gesamteindruck. Die unter geringer Geschwindigkeit kaum störenden Wackler, fallen mit der erhöhten Geschwindikeit erst so richtig auf. Mit Hyperlapse entfallen die Wackler und das Bild bleibt auch bei hohen Geschwindigkeiten ruhig.

Der von Microsoft eingesetzte Algorithmus errechnet ein dreidimensionales Bild der Aufnahme-Tour. Anhand der Strecke und der vorhandenen Bilder errechnet das Programm dann einen neuen Pfad, der eine möglichst wackelfreie Kamerafahrt sicherstellen soll. Der Kameramann muss aber nicht erneut auf sein Fahrrad oder Motorrad steigen. Das Tool nimmt sich das bereits vorhandene Bildmaterial und setzt das optimierte Video so aus den vorhandenen Bildern zusammen, dass es möglichst wackelfrei ist. Dabei errechnet es aber auch eigene Zwischenbilder, um eine ruhiges Bild zu erzeugen.

Die Forscher versprechen, dass sie hart daran arbeiten würden, den Hyperlapse-Algorithmus in eine Windows-App zu gießen. Noch kann man die Technik leider nicht selbst ausprobieren.

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