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Microsoft-Team Europameister im Roboter-Fußball

10.04.2006 | 16:34 Uhr |

Aus Deutschland kommt wieder ein Fußball-Europameister. Mit Hilfe von Microsoft. Das Team der Universität Dortmund errang den Titel im Roboter-Fußball souverän mit 4:0.

Die Microsoft Hellhounds haben bei den Dutch Open in Eindhoven, Niederlande, den ersten Platz belegt und sind damit Europameister im Roboter-Fußball. Die Meisterschaft fand vom 7. bis zum 9. April 2006 statt.

Das Team der Universität Dortmund setzte sich in der Liga der vierbeinigen Sony-Roboterhunde im Finale mit 4:0 gegen das Aibo-Team von der Humboldt Universität in Berlin durch. Die niederländischen Meisterschaften wurden im Rahmen der internationalen Initiative "Robocup" veranstaltet. Darin sind weltweit rund 150 Universitäten, Unternehmen und Forschungszentren zusammengeschlossen. Sie verfolgen das Ziel, die Forschung in den Bereichen künstliche Intelligenz und autonome mobile Roboter voranzutreiben. Hierzu werden internationale Turniere veranstaltet, die allen Forschern die Möglichkeit geben, das Erreichte im direkten Vergleich zu testen und so gemeinsam Fortschritte zu erzielen.

Neben den Spielen der Vierbeiner finden auch noch Wettbewerbe in vier weiteren Ligen statt. In der Four-Legged League werden von allen Teams die gleichen Roboter, die hundeähnlichen Aibos der Firma Sony verwendet.

Im Finale stand es bereits in der ersten Halbzeit 3:0 für die Hellhounds . Der Sieg hätte durchaus höher ausgehen können- wie Microsoft in aller Bescheidenheit meint - da die Hellhounds mehrmals den Pfosten des Gegnertors trafen.

Als nächster Wettbewerb stehen die US-Open an. Der Höhepunkt ist aber die jährlich stattfindende Weltmeisterschaft, die diesmal vom 14. bis 20. Juni in Bremen veranstaltet wird.

Die "Microsoft Hellhounds" kommen vom Institut für Roboterforschung der Universität Dortmund. Die Projektgruppe entstand aus der Kooperation der dortigen Fakultäten Elektro- und Informationstechnik sowie Informatik mit Microsoft Academic Research & Education.

In den 20 Zentimeter großen Roboterhunden steckt Software, die von den Studenten auf der Microsoft .NET-Plattform entwickelt wurde. Die Kommunikation untereinander erfolgt per Funksignal, die Orientierung über eine im Kopf eingebaute Kamera, welche die Aibos auf ihre Umwelt reagieren lässt. Mitspieler, Gegner und nicht zuletzt der Ball werden so unterscheidbar, wie Microsoft erklärt.

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