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Microsoft Software bald zu "länderspezifischen Preisen"?

02.03.2004 | 09:44 Uhr |

Ob in der Schweiz oder in Mauretanien, in den USA oder in Indien: In allen Ländern ist der offizielle Preis für Software aus dem Haus Microsoft gleich. Doch das könnte sich ändern: Auf einer Analystenkonferenz erklärte General Manager Martin Taylor, Microsoft überdenke seine Preisstrategie, vorerst bei Geschäften mit Regierungen.

Ob in der Schweiz oder in Mauretanien, in den USA oder in Indien: In allen Ländern ist der offizielle Preis für Software aus dem Haus Microsoft gleich. Doch das könnte sich ändern: Auf einer Analystenkonferenz erklärte General Manager Martin Taylor, Microsoft überdenke seine Preisstrategie, vorerst bei Geschäften mit Regierungen, wie unsere Schwester-Publikation Computerpartner berichtet.

Der Preis der Software könnte, so überlege man in Redmond, an die Lebenshaltungskosten des jeweiligen Landes angepasst werden. "Wie teuer ist ein Big Mac in Indien in Vergleich zu einem in New York oder in Taipei?", fragte Tayler. "Und wie bildet man dieses Preisgefüge auf Software ab?"

Taylors Ankündigung macht das Dilemma Microsofts bei Regierungen und Behörden deutlich: Immer öfter wird Linux erwogen -darauf muss der Softwerker reagieren, obwohl er nur zehn Prozent seines Umsatzes mit Behörden macht. Von einer generellen Überlegung, die hauseigenen Softewarepakete für alle an den Lebensindex und die Kaufkraft der Länder zu binden, sprach Taylor übrigens nicht.

Microsoft verknüpft Office mit Ebay (PC-WELT Online, 01.03.2004)

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