10.05.2011, 17:31

Denise Bergert

Microsoft

Skype für Xbox 360 und Kinect

Microsoft hat dem Internet-Telefonie-Dienst Skype heute ein Übernahme-Angebot in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar unterbreitet. Das Unternehmen wird als eigenständige Einheit in den Redmonder Konzern integriert und könnte seinen Skype-Dienst auch bald auf die Xbox 360 bringen.
Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass Google und Facebook ein Kaufinteresse an Skype haben, schnappte Microsoft seinen Konkurrenten den Internet-Telefonie-Dienst heute vor der Nase weg. Der Konzern zahlt eine Summe von 8,5 Milliarden US-Dollar (rund 6 Milliarden Euro) und integriert Skype als eigenständige Unternehmenseinheit . Microsoft will den Skype-Dienst dann laut eigenen Aussagen auf Xbox 360, Kinect und Windows Phone bringen. Hierfür soll der Telefonie-Service eigene Anwendungen entwickeln.

Skype verfügt derzeit über 663 Millionen registrierte Nutzer, die Microsoft in die hauseigenen Community-Plattformen Lync, Outlook und Xbox Live integrieren will. Kunden anderer Dienste, bei denen Skype zum Einsatz kommen, sollen laut dem Redmonder Konzern weiterhin unterstützt werden. Eine derartige Finanzspritze hat Skype auch bitter nötig. Obwohl sich der Internet-Telefonie-Dienst als überaus beliebt erwiesen hat, steht das Unternehmen mit rund 686 Millionen US-Dollar in den roten Zahlen. Grund dafür ist die Tatsache, dass die meisten Skype-Features kostenlos angeboten werden.
Im Konsolen-Bereich ist Skype seit 2008 für Sonys Handheld PlayStation Portable verfügbar. Versionen für PlayStation 3 und Nintendos DS waren in den vergangenen Monaten ebenfalls im Gespräch. Microsoft könnte den Dienst nutzen, um Videochat-Features auf seiner Xbox 360 anzubieten.
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