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Microsoft Silverlight: Adobe nimmt Stellung zum vermeintlichen Flash-Killer

17.04.2007 | 17:44 Uhr |

Mit Silverlight hat Microsoft gerade eine Technologie vorgestellt, mit der der Softwaregigant dem Unternehmen Adobe massiv Konkurrenz machen will. Eine Antwort von Adobe hat da nicht lange auf sich warten lassen: Kritik gab es insbesondere für Microsofts (bisherige) Politik in Sachen dauerhafter Unterstützung mehrerer Plattformen.

Auf der National Association of Broadcasters Show in Las Vegas hat Microsoft Silverlight vorgestellt, eine Plattform für hochauflösende Videos und interaktive Inhalte . Silverlight soll wie die Konkurrenten - Adobe Flash oder etwa Quicktime - für alle Plattformen erhältlich sein.

Genau an diesem Punkt hat Bruce Chizen, CEO of Adobe, jetzt mit seiner Kritik angesetzt. Er stellte Microsofts Bereitschaft, dauerhaft für die Kompatibilität des Tools über mehrere Plattformen hinweg zu sorgen, in Frage. “Historisch gesehen hat Microsoft noch nie die Bereitschaft gezeigt, eine Cross-Plattform-Lösung aufrechtzuerhalten." Dies sagte der CEO von Adobe in einem Interview in Tokio. Als Beispiele nannte er den Windows Media Player und den Internet Explorer, die zwar für Windows weiter entwickelt werden, aber nicht mehr für die Mac-Plattform.

Silverlight könnte dasselbe Schicksal ereilen. "Obwohl sie behaupten, dass Silverlight Cross-Plattform sein wird, und vielleicht ist es die erste Fassung auch, bin ich nicht sicher, ob unsere Kunden oder andere, die derartigen Content zu liefern versuchen, den Grad an Vertrauen haben, dass, wenn sie sich für Micosoft entscheiden, sie von ihnen eine komplette Lösung über Plattformen hinweg auf ewig bekommen."

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