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Mehr schwerwiegende Sicherheitslücken

05.11.2008 | 17:04 Uhr |

Im aktuellen, von Microsoft alle sechs Monate veröffentlichten Security Intelligence Report berichtet Microsoft unter anderem über eine deutliche Zunahme von Malware-Angriffen und kritischen Sicherheitslücken.

Microsoft veröffentlicht im halbjährlichen Turnus seinen Security Intelligence Report, der die neuesten Entwicklungen im Bereich IT-Sicherheit darlegt. Die gerade publizierte aktuelle Ausgabe 5 konstatiert insgesamt eine leichte Abnahme neu entdeckter Sicherheitslücken im ersten Halbjahr 2008, jedoch eine deutlich Zunahme als kritisch eingestufter Schwachstellen. Auch die Zahl neu entdeckter Schädlinge ist im ersten Halbjahr stark angestiegen, um mehr als 43 Prozent.

Meldungen über neu entdeckte Sicherheitslücken haben laut Microsofts Bericht insgesamt, also nicht auf Microsoft-Produkte beschränkt, gegenüber dem zweiten Halbjahr 2007 um vier Prozent abgenommen, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um 19 Prozent. Demgegenüber hat die Zahl der Sicherheitslücken mit hohem Risikopotenzial gegenüber dem zweiten Halbjahr 2007 um 13 Prozent zugenommen und macht fast die Hälfte (48 Prozent) der Meldungen über Schwachstellen im ersten Halbjahr 2008 aus.

Die Zahl der Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten sei weiterhin rückläufig, vermeldet der Bericht. ActiveX-Komponenten von Drittanbietern seien jedoch weiterhin ein Problem (http://www.pcwelt.de/start/sicherheit/sicherheitsluecken/news/187500/activex_luecken_bedrohen_vista/), auch für Windows Vista.

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 hat sich die Zahl der von PCs entfernten Schädlinge in der ersten Hälfte dieses Jahres um mehr als 43 Prozent erhöht. Besonders Trojanische Pferde sind auf dem Vormarsch und machen weltweit etwa 30 Prozent der Microsofts Sicherheitsprodukten entfernten Schädlinge aus.

Generell sei der Anteil infizierter Rechner umso größer, je weniger entwickelt ein Land oder eine Region sei. Windows Vista sei weit weniger betroffen als XP und das Infektionsrisiko sei umso geringer, je höher die Nummer des installierten Service Packs sei, so die Folgerungen aus den Daten, die Microsoft von seinem "Tool zum Entfernen bösartiger Software" erhalten hat.

Der komplette Microsoft Security Intelligence Report umfasst 150 Seiten und ist sowohl als PDF-Datei als auch in Microsofts XPS-Format erhältlich.

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