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Schritte zur Vermeidung eines neuen WGA-Desasters

03.12.2007 | 16:22 Uhr |

Nachdem Microsofts Windows Genuine Advantage (WGA) im August viele legitime Windows-Benutzer zu Unrecht als Raubkopierer eingestuft hatte, will Microsoft einer Wiederholung solcher Vorfälle mit einer Reihe von Maßnahmen begegnen.

Im August hat Microsofts Programm zur Gültigkeitsprüfung der Windows-Lizenz (WGA - Windows Genuine Advantage) viele Windows-Nutzer von Downloads ausgesperrt , die nur für Besitzer einer gültigen Windows-Lizenz gedacht sind. Obwohl ihre Rechner mit einer legitimen Windows-Lizenz ausgestattet waren, erhielten sie keinen Zugriff auf die Downloads. Grund war, sagt Microsoft, ein vorüber gehender Ausfall eines Servers. Ursache dafür soll menschliches Versagen gewesen sein, weil unfertiger Programm-Code auf einem Live-Server installiert worden sei.

Wie Alex Kochis, leitender Produktmanager für Microsofts WGA-Programm, im Blog des WGA-Teams schreibt, habe Microsoft in der Zwischenzeit die Überwachung der Vorgänge auf seinen Servern überarbeitet, um auftretende Probleme schneller zu bemerken. Auch die Prozeduren für die Aktualisierung der Server-Software seien geändert worden.

Microsoft habe, so Kochis weiter, seitdem mehr als ein Dutzend Alarmübungen durchgeführt, um die beteiligten Teams besser auf solche Situationen vorzubereiten. Dazu hätten sowohl angekündigte wie auch unangekündigte Übungen gehört. Im besten Fall sollten auftretende Fehler nun entdeckt werden, bevor Windows-Benutzer davon betroffen würden.

Schließlich habe Microsoft auch sein Legalisierungsprogramm weiter verbessert, mit dem Windows-Anwender, die in bestem Glauben eine illegale Windows-Lizenz erworben haben, nun schneller an eine legale Windows-Version kommen können. Dies soll laut Alex Kochis nun innerhalb von zwei Wochen geschehen.

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