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Microsoft-Prozeß am Wendepunkt?

Unter Leitung des Vermittlers Richard Posner beginnen am Die

Unter Leitung des Vermittlers Richard Posner beginnen am Dienstag (30.11.) Verhandlungen zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium. Richter Thomas Penfield Jackson rechnet damit, daß Posner relativ schnell einschätzen kann, ob es Chancen für eine Einigung gibt oder nicht.

Microsoft kann zwar gegen die "Feststellung der Tatsachen" vom 5. November Berufung einlegen. Dann ist es jedoch wahrscheinlich, daß das Urteil des Richters ungünstig für den Software-Riesen ausfallen wird. Das zeigen die zahlreichen Sammelklagen, die nach der Vorabentscheidung von Jackson eingereicht worden sind und die Position des Unternehmens zunehmend schwächen.

Allerdings hat Microsoft in den vergangenen Wochen mehrfach betont, daß ein Vergleich zwischen beiden Seiten nur dann erzielt werden könne, wenn das Unternehmen das "Recht auf Innovation" behielte. Konkret gemeint ist damit aber der eigentliche Anlaß des Kartellverfahrens: die Integration des Internet Explorers in Windows 98.

Sollte es bis Ende Januar nicht zu einer Einigung kommen, wird Richter Jackson am 22. Februar 2000 die letzte Phase des Verfahrens einleiten. Dann sollen die letzten Anhörungen erfolgen, die als Grundlage dafür dienen werden, was mit Microsoft nach der Urteilsverkündung geschieht.

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