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Microsoft-Programme sicherer als ihr Ruf

05.03.2014 | 16:24 Uhr |

Im Schwachstellenbericht des Sicherheitsdienstleisters Secunia für 2013 führt das Unternehmen über 13.000 Lücken in mehr als 2000 Programmen auf. Das größte Risiko stellen demnach nicht etwa Microsoft-Programme dar, sondern Software anderer Anbieter, vor allem Browser und deren Erweiterungen.

Das dänische Sicherheitsunternehmen Secunia hat seinen Schwachstellenreport für das Jahr 2103 veröffentlicht. Darin hat Secunia 13.073 Sicherheitslücken in 2.289 Software-Produkten von 539 Herstellern ausgewertet. Dies sei eine Zunahme gegenüber 2012 um 32 Prozent, heißt es in dem Bericht. Etwa 68 Prozent aller 2013 entdeckten Lücken fallen in die Kategorie "hoch kritisch", die zweithöchste auf der Secunia-Skala, 7,3 Prozent sind als "extrem kritisch" eingestuft.

Unter den 50 am weitesten verbreiten Anwendungen sind 33 Microsoft-Produkte (einschließlich Windows) und 17 Programme anderer Anbieter. In 27 dieser Programme sind im letzten Jahr 1.208 Schwachstellen entdeckt worden. Die meisten Sicherheitslücken hat Secunia bei Mozilla Firefox (270) und Google Chrome (245) gezählt, gefolgt von Java mit 181 Lücken. Dahinter folgt auf Platz 4 der Internet Explorer mit 41 Lücken.

Insgesamt ergibt sich aus den Top 50, dass etwa nur 24 Prozent der gefundenen Schwachstellen in Microsoft-Produkten entdeckt wurden, die zwei Drittel der 50 verbreitetsten Programme ausmachen. Das größte Risiko geht demnach vom Browser und dessen Erweiterungen aus, die zusammen mehr als die Hälfte der Lücken stellen.

Nicht bewertet hat Secunia indes, ob es jemals (bekannt gewordene) Angriffe auf die Schwachstellen gegeben hat. Immerhin standen in 86 Prozent der Fälle bereits am Tag ihrer Bekanntgabe Sicherheits-Updates bereit, um die Lücken zu stopfen. Anwender wie auch Unternehmen tun gut daran, solche Updates zeitnah zu installieren, um vor Angriffen so gut wie möglich geschützt zu sein.

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