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Office Live Workspace nun auch auf deutsch

30.05.2008 | 13:16 Uhr |

Die webbasierte Erweiterung von Microsoft Office ermöglicht es Anwendern, Dokumente jederzeit online abzurufen und Daten mit anderen zu teilen.

Microsoft Office Live: Webpräsenz für kleine Unternehmen.
Vergrößern Microsoft Office Live: Webpräsenz für kleine Unternehmen.
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Mit dem kostenlosen Microsoft " Office Live Workspace " können Office-Anwender ab sofort gemeinsam auf Dateien aus dem entsprechenden Paket (Word, Excel, Powerpoint) sowie auf PDFs, Bilder und Musikdateien zugreifen, gemeinsam an Projekten arbeiten und Daten, etwa zur Kommentierung, teilen. Es lassen sich dabei mehr als 1.000 Dokumente auf einem zentralen Online-Speicherplatz ablegen. Der Zugriff erfolgt via Browser (unterstützt werden Internet Explorer und Firefox) und per Microsoft Office-Addon, das sich in die Applikationen einbindet, können die Nutzer online jederzeit zugreifen. Einmal angemeldet, und schon kann es für jedermann losgehen, so zumindest der Eindruck der Demonstration, die Microsoft am gestrigen Donnerstag in München vor Fachpublikum abhielt.

Zudem steht Selbstständigen und Kleinunternehmen seit heute die finale Version von " Office Live Small Business " zur Verfügung. Der Dienst ist der Nachfolger des ehemals als "Microsoft Office Live" benannten Services, der kleineren Gewerbetreibenden die Möglichkeit bietet, ihre eigene Webpräsenz aufzubauen, dort geschäftliche E-Mail-Konten und Geschäftsanwendungen einzurichten, sowie den Besucherverkehr auszuwerten und auch CRM-Funktionen in Anspruch zu nehmen. Je nach Bedarf können Anwender ihr Standard-Paket im Rahmen eines monatlichen Abonnements mit verschiedenen Vertriebs- und Marketing-Zusatzfunktionen aufrüsten. Das erste Jahr ist dieser Service erstmal kostenlos. Danach werden Gebühren ab zehn Euro per anno fällig. Office Live Small Business beinhaltet bis zu 100 Geschäfts-E-Mail-Adressen mit insgesamt fünf GB Speicherplatz pro Konto. Kunden können auch ihre bestehende Domains zu der Office Live-URL umleiten.

Kostenlos durch Werbefinanzierung
Bislang war "Office Live" nur als Beta-Version veröffentlicht, jetzt steht der Dienst allen Anwendern zu freien Verfügung - weltweit hat Microsoft nach eigenen Angaben bereits eine Million Kunden, die ihre Webpräsenz mit der früheren Version des Services errichtet haben. Beide Dienste finanzieren sich laut Microsoft hauptsächlich über Werbung, deswegen sei jeweils der günstige Preis möglich.

Christian Mehrtens, der als Direktor Business Group Information Worker die Live-Produkte von Microsoft verantwortet, betont, dass beide Dienste kleineren Unternehmen sehr nützlich sein könnten, "insbesondere dann, wenn sie den Information-Worker-Gedanken" verinnerlicht hätten. Der Manager bezog sich damit auf das Verständnis von Berufstätigen, jederzeit, ob beruflich oder privat, (mit Microsoft-Lösungen ausgestattete) Rechner und dabei auch das Internet per se als persönliche Schaltzentrale für die "Kommunikation, Kollaboration und die eigene Produktivität" zu betrachten. "Im Rahmen der Software-Plus-Services-Strategie bietet Microsoft mit beiden Live-Diensten kleinen Unternehmen den nächsten Schritt in diese Richtung", so Mehrtens.

Der Manager betonte, dass Microsoft eigentlich mit der Live!-Welt die Anwender direkt ansprechen will. Partner seien bislang eher auf Entwicklerseite eingebunden, etwa im Rahmen von ISV-Dienstleistungsverträgen. Im Gespräch mit ChannelPartner gestand Mehrtens aber auch ein, dass beide Dienste sich auch auf der Vertriebsseite als dargebotene Services für den Fachhandel eignen würden - eine Variante, für die Microsoft noch kein ausgefeiltes Vertriebskonzept bietet, wie der Manager indirekt eingestand.

Denn das ist das Manko beider neuen Live-Dienste: Beide setzen eine grundlegendes IT-Verständnis voraus, etwa wenn es um Homepageerstellung oder File-Sharing geht. Gewerbetreibende, die von den Services profitieren könnten, ohne es zu wissen, da ihnen an trotz der Einfachheit der Services an entsprechenden IT-Know-How fehlt, werden somit aufgrund der mangelnden Einbindung des beratenden Fachhandels vorerst außen vor zu bleiben. (aro)

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