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Microsoft: Neue Taktik gegen unlizenzierte Software in Unternehmen

29.01.2007 | 17:10 Uhr |

Im Kampf gegen Unternehmen, die nicht lizenzierte Software von Microsoft einsetzen, ändert das Unternehmen in England seine Vorgehensweise. Firmen, die einer Überprüfung der installierten Software-Pakete nicht zustimmen, erhalten in Zukunft drei Warnschreiben, die schließlich damit drohen, die Business Software Alliance einzuschalten.

Nicht nur Privatanwender setzen Kopien von Software-Produkten ein, auch in Firmen ist nicht alles legal, was sich auf den jeweiligen Rechnern tummelt. Auf der Suche nach nicht lizenzierter Software baute Microsoft England bislang auf die Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Per Mail oder Telefon wurden Firmen kontaktiert und gebeten, die installierte Software zu überprüfen. Eine Zusammenarbeit hätte für die Firmen unter Umständen auch den positiven Nebeneffekt gehabt, dass die zuständigen Teams neben der Prüfung der Lizenzen auch nach Wegen gesucht hätten, durch effizienten Software-Einsatz Geld zu sparen, so Ram Dhaliwal, Microsofts Lizenz-Programm-Manager in England, gegenüber dem IDG News Service.

Dhaliwal zufolge habe auch der Großteil der Firmen einer Überprüfung zugestimmt, lediglich drei Prozent hätten diese verweigert. Und genau an diese drei Prozent richtet sich nun eine neue Vorgehensweise Microsofts. So sollen Unternehmen, die sich 14 Tage nach einer Anfrage immer noch nicht gemeldet haben, in Zukunft im wöchentlichen Rhythmus insgesamt drei Warnschreiben erhalten. Die letzten beiden Briefe werden dann die Warnung enthalten, die Sache an die Business Software Alliance weiter zu geben, die dann rechtliche Schritte einleiten kann, so Dhaliwal.

Mit dem Programm " Software Asset Management " zielt Microsoft auf Unternehmen, die etwa 250 PCs im Einsatz haben. Laut Dhaliwal gebe es bei Firmen dieser Größe häufig Probleme mit nicht lizenzierter gefälschter Software. Bei der Suche nach potenziellen Betrügern kommen Aufzeichnungen der Volumen-Lizenz-Kunden zum Einsatz, so der Manager. Offenbart der Vergleich der Daten Diskrepanzen, wird Microsoft aktiv. So könnte beispielsweise ein Unternehmen als verdächtig eingestuft werden, das 250 PCs im Einsatz und mehrere Server-Lizenzen gekauft hat, aber nur zwei Client-Access-Lizenzen erworben hat. Diese werden benötigt, um Clients mit einem Exchange-Mail-Server zu verbinden, so Dhaliwal.

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