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Microsoft: Neue Richtlinien gegen Terroristen-Inhalte

23.05.2016 | 10:09 Uhr |

Microsoft verschärft seine Richtlinien und untersagt auf seinen Diensten die Verbreitung von "Terroristen-Inhalten".

Microsoft hat seine Nutzungsbedingungen überarbeitet und untersagt nun allen seinen Nutzern die Verbreitung von "Terroristen-Inhalten" über alle seine Dienste. Die neuen Richtlinien stellt Microsoft in einem Blog-Eintrag ausführlich vor. Die Regeln gelten unter anderen (aber nicht nur) für Xbox Live, OneDrive, Skype, Docs.com und Outlook.

Das Internet sei das primäre Medium geworden, um Ideen austauschen und miteinander zu kommunizieren. Die Ereignisse in den vergangenen Monaten hätten aber auch gezeigt, dass das Internet auch für die denkbar schlimmsten Gründe missbraucht werden könne, so Microsoft in dem Blog-Eintrage. Microsoft sieht sich daher in der Verpflichtung, alle seine Dienste für gute Zwecke anzubieten und sicherzustellen, dass sie nicht für "schreckliche Taten" genutzt werden.

Schwierig ist natürlich die Definition von "Terroristen-Inhalten" ("terrorist content"), wie Microsoft selbst auch einräumt. Für seine Dienste definiert Microsoft daher "Terroristen-Inhalte" mit Inhalten, die von einer Organisation oder deren Mitgliedern verfasst wurden, die in dieser Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrates gelistet werden. Oder Inhalte, die diese Organisationen unterstützen oder zur Mitgliedschaft in diesen Organisationen aufrufen.

Nutzer, die dennoch auf Terroristen-Inhalte bei Microsoft-Diensten stoßen, können diese über ein neu eingerichtetes Formular bei Microsoft melden.

Bei seiner Suchmaschine Bing entfernt Microsoft nicht selbstständig derartige Inhalte, sondern erst nach der Aufforderung einer Behörde. Damit folgt Microsoft dem Prinzip, dass für eine Suchmaschine die freie Meinungsäußerung gilt und Suchmaschinen selbst nicht Inhalte anbieten, sondern lediglich auf Inhalte verweisen.

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