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Neue Codenamen für künftige Produkte

31.10.2008 | 11:24 Uhr |

Codenamen haben bei Microsoft eine lange Tradition, jedes Betriebssystem oder Projekt bekommt in Redmond so eine Art Deckname verpasst. Jetzt sind vier neue Codenamen für Microsoft-Projekte und Produkte aufgetaucht.

Hin und wieder gräbt Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley in ihrem Weblog echt Schätze aus. So auch diesmal: Nämlich vier neue Codenamen für Microsoft-Produkte. Microsoft hat die vier neuen Codenamen im Rahmen seiner Entwicklerkonferenz PDC in Los Angeles verraten.

Anchorage (eigentlich der Name einer Stadt in Alaska) bezeichnet die nächste Version von SyncToy. SyncToy ist ein Werkzeug, mit dem man den Inhalt zweier Verzeichnisse per Knopfdruck abgleichen kann. Anchorage ist Bestandteil des kommenden Sync Framework Version 2, von dem es derzeit für Entwickler eine erste Community Technology Preview (CTP) gibt.

Huron (der Begriff kann verschiedenes bedeuten ) wird in den SQL Services Labs von Microsoft entwickelt und dient zum Erstellen und Veröffentlichen von Datenbanken, Reports und ähnlichen via Internet. Huron gehört damit zur Familie der Cloud-Computing-Projekte, mit denen sich Microsoft fit machen will für die Auseinandersetzung mit Google.

Ein weiterer Codename ist Mojave. Er kommt Ihnen bekannt vor? Richtig: Mojave durfte schon einmal für ein kurioses Experiment mit Windows Vista herhalten, mit dem Microsoft Kritik an Vista entkräften wollte. Doch Mojave dient auch als richtiger Codename in Redmond, hat aber nichts mit Windows zu tun. Stattdessen ist damit der nächste Microsoft Commerce Server gemeint, mit dem sich E-Commerce-Seiten entwickeln lassen. Mit der finalen Version des Commerce Server Mojave soll im ersten Quartal 2009 zu rechnen sein.

Paris wiederum bezeichnet einen Teil der Microsoft Office Communications Server-Familie. Konkret scheint es sich bei Paris um ein Paket bestehend aus Controls und Programmierschnittstellen für die Windows Presentation Foundation (WPF - dem Nachfolger der bekannten WindowsForms) und für das gegen Adobe Flash positionierte Silverlight handeln, die in den Office Communications Server integriert werden sollen.

Übrigens: Es ist eher selten der Fall, dass der Codename auch zum finalen Verkaufsnamen wird. Bei Windows 7 war es aber exakt so - Ausnahmen bestätigen eben die Regel.

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