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MobileMe für Windows-Smartphones

Auf der Microsoft-Hausmesse Tech.Ed hat das Unternehmen seinen Synchronisationsdienst Live Mesh für Windows Mobile vorgestellt. Das Unternehmen nutzte für die Präsentation einen Palm Treo Pro, der in Kürze im Handel erscheinen soll.

Microsoft stellte auf der australischen Hausmesse Tech.Ed seinen Synchronisationsdienst Live Mesh für Windows Mobile vor. Live Mesh soll es dem Nutzer ermöglichen, wie mit Apples MobileMe alle persönlichen Daten jederzeit griffbereit zu haben, sei es auf dem PC, auf dem Handy oder im Internet-Café. Auf einer Keynote gaben Microsoft-Mitarbeiter einen kurzen Einblick in die Windows-Mobile-Variante der Anwendung auf einem Palm Treo Pro , der demnächst in den Handel kommt.

Die Idee hinter dem Dienst geht weit über das Synchronisieren von Kontakten, Terminen und Kalenderdaten hinaus. Der Nutzer hat auch Zugriff auf Musik, Fotos, Videos und seine Dokumente. Dafür hat Microsoft eine PC-Software entwickelt und gibt dem Nutzer 5 Gigabyte Speicherplatz auf dem Live-Server. Einzelne Ordner auf dem Computer können für die Synchronisation freigegeben und mit Freunden und Bekannten geteilt werden. Der Zugriff auf den Server erfolgt über ein Browser-Frontend, mit der gleichen Oberfläche, wie die Applikation für den PC.

Live Mesh erinnert stark an die Synchronisierungslösung MobileMe, die Apple im Juni vorstellte. Damals hatte das Unternehmen den Dienst als "Exchange für den Rest von uns" angekündigt. Tatsächlich bietet Microsoft mit Exchange bereits eine solche allumfassende Synchronisierungslösung an, aber nur für Unternehmen. Live Mesh richtet sich an Privatleute.

Doch im Unterschied zu Apple hat Microsoft seinen Cloud-Computing-Ansatz bislang nur in den USA und für sein PC-Betriebssystem gestartet. Der Software-Riese setzt auch nicht auf bereits im System integrierte Anwendungen wie Apple, sondern hat eine komplett neue Lösung entwickelt. Die Integration ist also nicht so perfekt wie bei MobileMe, das die bereits im Mac OS enthaltenen Programme iCal, Mail, iPhoto oder iTunes nutzt. Dafür ist der Dienst günstiger. Während Apple 79 Euro pro Jahr verlangt, ist das Angebot von Microsoft kostenlos.

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