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Microsoft-Leaker zu Haftstrafe verurteilt

13.06.2014 | 10:53 Uhr |

Ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter ist zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte unfertige Microsoft-Software vorab verbreitet und sich dabei durch einen dummen Fehler erwischen lassen.

Der frühere Microsoft-Mitarbeiter Alex K. muss für drei Monate ins Gefängnis. Ein Gericht in Seattle verurteilte ihn wegen des Diebstahls von Betriebsgeheimnissen. Das geht aus der Urteilsschrift hervor, die The Register hier veröffentlicht hat. Demnach sollte K. eigentlich eine in ihrer Höhe nicht genannte Geldstrafe zahlen, weil aber dazu nicht in der Lage, wurde die Strafe in eine Haftstrafe umgewandelt.

Alex K. war im März verhaftet worden, nachdem er unfertige Software-Updates für Windows RT und das Activation Server Software Developer Kit im Web geleakt hatte. Letzteres erstellt Aktivierungssysteme, die Produktschlüssel validieren. Die Software hatte er  einem französischen Blogger gegeben, der diese dann wahrscheinlich unter dem Alias "Wzor" im Web veröffentlichte.

Dummerweise hatte K. bei seiner Tat den Microsoft-Maildienst Hotmail (jetzt Outlook.com) genutzt, wodurch ihm Microsoft dann auch schließlich auf die Schliche kam, in dem es die Mails des Mitarbeiters durchforstete. Später musste Microsoft aufgrund des Vorfalls auch seine Datenschutzrichtlinien ändern und schwört seit dem, nie wieder die Mails der Nutzer zu durchforsten, selbst wenn es sich um Microsoft betreffende illegale Aktionen der Nutzer handelt. Die Änderung tritt Ende Juli in Kraft.

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