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Microsoft-Koalition reicht EU-Beschwerde gegen Android ein

09.04.2013 | 15:44 Uhr |

Eine von Microsoft, Nokia und Oracle angeführte Gruppe hat bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen Googles Android eingereicht. Die Gruppe bezeichnet das Google-Betriebssystem als "Trojanisches Pferd".

Die Organisation Fairsearch.org hat laut eigenen Angaben vor der EU-Kommission eine Beschwerde gegen das mobile Betriebssystem Android von Google eingereicht. Der Organisation, der unter anderem Microsoft, Nokia und Oracle angehören, wirft Google vor, Android als "Trojanisches Pferd" zu nutzen, um den mobilen Marktplatz zu monopolisieren und Partner zu hintergehen. Nachdem Android einen hohen Marktanteil von 70 Prozent errungen habe, so der Vorwurf, nutze Google diese Dominanz, um den Wettbewerb auf dem mobilen Sektor zu behindern.

Fairsearch.org wirft in der Beschwerde Google vor, die Android-Geräte mit Apps wie Youtube und Maps zum Nachteil anderer Anbieter zu bündeln. So gelange Google auch bei der Mehrheit der ausgelieferten Smartphones in den Besitz der Kontrolle der Daten der Konsumenten. Dadurch, dass Google sein Android-OS unter den Entwicklungs-Kosten verbreite, werde anderen Anbietern der Wettbewerb mit dem Google-Betriebssystem erschwert.

Die in Brüssel ansässige Organisation fordert die EU-Kommission dazu auf, schnell über die Beschwerde zu entscheiden, um den Wettbewerb und die Innovation auf einem derart kritischen Markt zu schützen. Ansonsten drohe eine ähnliche Dominanz von Google auf dem mobilen Sektor wie bereits auf dem Desktop-Sektor.

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