247697

IE 8.0 soll alles besser machen

07.03.2008 | 13:39 Uhr |

Microsoft hat sich mit dem Internet Explorer 8 hohe Ziele gesetzt: Der Browser soll nicht nur mit den Konkurrenten gleichziehen, sondern auch wieder die Nutzer-Massen überzeugen.

Seit kurzem kann eine Vorabversion des Internet Explorer 8.0 ausprobiert werden . Diese Vorabfassung macht bereits einen guten Eindruck. Es bleibt aber noch viel Arbeit für die Internet-Explorer-Entwickler zu erledigen, wie Chris Wilson, Internet-Explorer-Entwickler, gegenüber der US-Site Betanews am Rande der in Las Vegas stattfindenden Messe Mix ´08 betonte.

Wilson bezeichnete die Version 7 des IE als einen Zwischenschritt zur Version 8.0, die nun irgendwann in diesem Jahr in der finalen Version erscheinen wird. In der Version 7 musste Microsoft dem Browser die dringend benötigten Neuerungen hinzufügen. die notwendig geworden waren, nachdem man den Browser so lange vernachlässigt hatte. Mit der Version 8, so Wilson, will Microsoft nun das Niveau erreichen, das andere Browser-Hersteller erreicht haben. So soll der Microsoft-Browser nicht nur nützliche Funktionen bieten, sondern auch in der Geschwindigkeit und bei der Unterstützung von Standards zulegen. Diesen Zielen fühlen sich die Internet-Explorer-Entwickler verpflichtet. Im Vorfeld habe man genau auf das gehört, was die Internet-Community gefordert habe und versuche nun, all diese Wünsche umzusetzen.

Insbesondere Microsofts Umgang bei seinem Browser mit Standards stand oft in der Kritik. Beim Internet Explorer 8.0 haben die Entwickler daher die Art und Weise geändert, wie der Browser Websites rendert, um die Standards besser erfüllen zu können. Bis zur finalen Version soll auch der CSS-2.1-Standard komplett unterstützt werden.

Im Bereich Geschwindigkeit hat sich ebenfalls einiges getan. Laut Angaben von Wilson wurde die Javascript-Engine von Grund auf neu entwickelt und arbeitet nun schneller. Zusätzlich nutzt der Internet Explorer 8 nunmehr sechs gleichzeitige Verbindungen, um Inhalte herunterzuladen. Früher waren es maximal zwei Verbindungen. Die Entwickler haben außerdem den kompletten Programmcode analysiert und einige Performance-Bremsen entfernt, indem Code komplett neu geschrieben wurde. Zu guter Letzt wurde auch der Preparser getunt, der nun mehr Inhalte herunterlädt, bevor eine Seite komplett gerendert wird.

Auf die neue Funktion "Activities" angesprochen, betonte Wilson, dass sich diese Funktion grundlegend von den gescheiterten SmartTags unterscheidet. Dem Anwender werden durch "Activities" immer die selben Vorschläge für Aktionen gemacht, wobei die besuchte Seite nicht angetastet wird.

Wilson betonte außerdem erneut, dass sich die Beta 1 vor allem an Web-Entwickler und Designer richtet. Im Sommer soll eine Beta 2 ausgeliefert werden, die sich an Endanwender richten wird. Intern sei zwar diskutiert worden, regelmäßiger Vorabversionen zu veröffentlichen, wie es Mozilla und Apple mit ihren Nightly-Builds tun. Man sei aber zum Schluss gekommen, dass dies die Anwender eher verwirre und auch die Gefahr bestünde, dass eine Vorabversion Schäden an Windows anrichte, weil der Internet Explorer so eng mit Windows verknüpft ist.

Zu guter Letzt erklärte Wilson, dass Microsoft die fertige Version des Internet Explorer 8.0 zwar über Windows Update anbieten wird, die Anwender aber entscheiden dürfen, ob sie bei der Vorgängerversion bleiben wollen oder nicht.

0 Kommentare zu diesem Artikel
247697