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IE 8.0 schneller als sein Ruf

13.03.2009 | 14:13 Uhr |

Wie misst man die Geschwindigkeit eines Browsers? Zum Beispiel mit speziellen Browser-Benchmarks, die unter anderem auch die Javascript-Engine testen. Oder man misst tatsächlich, wie lange es bei häufig besuchten Websites dauert, bis Browser sie geladen haben. Letzteres hat Microsoft getan und kommt zum Ergebnis, dass der IE 8.0 gar nicht mal so schlecht abschneidet, wie alle immer behaupten.

In einem 14-seitigen PDF-Dokument erläutert Microsoft ausführlich das Testprozedere und wie schwierig es ist, tatsächlich die Geschwindigkeit eines Browser zu messen. Während der Entwicklung des Internet Explorer 8.0 habe man nahezu täglich gemessen, wie lange der Browser benötigt, um von Anwendern häufig frequentierte Websites zu laden. Diese Ladezeiten habe man dann versucht kontinuierlich zu verbessern.

Die Ladezeiten hat Microsoft bis in den Millisekunden-Bereich genau gemessen. Dabei wurden immer mehrere Messwerte ermittelt und dann schließlich ein Durchschnittswert gebildet. Wie dabei vorgegangen wurde, wird in diesem Video demonstriert. Dabei wird auch vorgeführt, wie mit einer Hochgeschwindigkeitskamera die Ladezeiten von Websites in den Browsern IE 8.0, Firefox 3.5 und Chrome 1.0 ermittelt wurden.

Das Fazit von Microsoft: Bei den 25 Websites, die US-Anwender am häufigsten frequentieren, schneidet der Internet Explorer 8 im Bereich Geschwindigkeit gar nicht mal so schlecht ab. So liege beispielsweise die Ladezeit von Google.com beim Internet Explorer 8.0 bei 0,20 Sekunden, während Firefox 3.05 0,22 Sekunden und Chrome 1.0 0,28 Sekunden benötigen.

Letztendlich, so die Argumentation von Microsoft, seien die Unterschiede aber so gering, dass sie Anwender kaum bemerken würden. Dementsprechend gelassen nimmt es auch Microsoft, dass die eigene Website Microsoft.com von Firefox 3.05 in 3,47 Sekunden geladen wird, während der IE 8.0 immerhin 3,75 Sekunden braucht. Dafür lädt der IE 8.0 nicht nur die Website von Mozilla.com schneller, sondern auch die von Apple.

Microsoft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass es das immer wichtiger werdende Javascript bei seiner Betrachtung vernachlässigt. Schließlich gehört es ja auch zu den Vorteilen, dass mittels der Ajax-Technologie (Asynchronous JavaScript and XML), die beispielsweise auch pcwelt.de einsetzt, Websites nicht mehr komplett neu geladen werden müssen. Andrerseits spielt sicherlich auch das Gesamtpaket des Browsers eine wichtige Rolle. Wer äußerst zufrieden mit seinem Browser ist, dem dürfte eher auch egal sein, ob er die eine oder andere Sekunde beim Surfen durch Ladepausen vergeudet.

Die Ladezeiten, die Microsoft bei den Top 25 US-Sites gemessen hat, präsentieren wir Ihnen in folgender Galerie:

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