Microsoft

Geheime Windows-8-Folien aufgetaucht

Freitag den 19.11.2010 um 11:04 Uhr

von Benjamin Schischka

Im Internet sind zwei Folien einer Microsoft-Präsentation aufgetaucht. Schenkt man ihnen Glauben, wird Virtualisierung einer der Windows-8-Schwerpunkte sein.
Inoffizielles Logo: Windows 8
Vergrößern Inoffizielles Logo: Windows 8
© 2014

Im Internet sind zwei Folien einer Microsoft-Präsentation vom April 2010 aufgetaucht – Thema: Windows 8. Hauptsächlich geht es darauf um den virtuellen Desktop. Dieser soll Nutzerdaten, Programme, Einstellungen und auch Windows 8 selbst in einer virtuellen Maschine laufen lassen. Zusätzlich ist die Rede von einem Windows-„appstore“, der die virtuellen Daten synchronisieren soll und an jedem Windows-8-PC verfügbar machen könnte. Vom „appstore“ war bereits im Juni die Rede .

Windows 8 wird frühestens 2012 erwartet – bis dahin kann sich am Konzept noch einiges ändern. Über den Windows-7-Nachfolger ist noch sehr wenig bekannt. Steve Ballmer stuft Windows 8 als riskantestes Microsoft-Produkt ein. Vielleicht, weil Windows 7 so erfolgreich ist und man sich kein zweites XP wünscht, das derart beliebt war, dass viele User keine Notwendigkeit zum Update auf Windows Vista sahen. Vielleicht auch, weil die weitgehende Virtualisierung ein großer Schritt ist.

Wenn Windows 8 tatsächlich 2012 auf den Markt kommen soll, ist bereits Ende 2011 mit einer Vorabversion zu rechnen.

Freitag den 19.11.2010 um 11:04 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (5)
  • EBehrmann 18:44 | 21.11.2010

    Zitat: Applefan
    Abgesehen davon kann ich mir kaum vorstellen, dass Unternehmen es recht sein wird, wenn alle ihre Daten vorher bei Microsoft auf den Servern gewesen sind.

    Und warum nicht? Hatten sie in den 70ern und 80ern doch auch schon, zumindest die größeren Firmen, die sich sometwas leisten konnten.

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  • deoroller 18:38 | 21.11.2010

    Microsoft braucht eigentlich keine Software mehr zu verkaufen, wenn sie die Lizenzen (zum Gelddrucken) besitzen.

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  • kalweit 17:52 | 21.11.2010

    Zitat: Applefan
    So etwas ist dann nicht nur riskant, sondern kann tödlich für Microsoft sein.


    ...nö, es ist die logische Konsequenz der aktuellen Entwicklung. Dass das in Windows 8 jedoch schon komplett umgesetzt wird, ist eher nicht zu erwarten, da schlicht die Infrastruktur im Massenmarkt dafür fehlt.

    Abgesehen davon kann ich mir kaum vorstellen, dass Unternehmen es recht sein wird, wenn alle ihre Daten vorher bei Microsoft auf den Servern gewesen sind.


    ...Unternehmen werden die Webservices schlicht selbst bereitstellen. Wahlweise als auf eigener Hardware oder als gemietete Dienstleitung - sagt ja niemand, dass das bei MS sein muss. Wie das geht, ist mit Exchange, Sharepoint und diversen CRM und ERP Systemen schon heute zu sehen.

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  • magiceye04 17:47 | 21.11.2010

    Da momentan alle Welt dabei ist, sich in Wolken zu verteilen, wäre es wohl die logische Konsequenz, daß die Anwendungen gar nicht erst auf dem PC landen.

    Ich persönlich hätte nichts gegen ein Lizenzmodell, bei dem ich jede Software in ihrer jeweils aktuellsten Version Tage/Wochen/Monatsweise nutzen kann.
    Ein Videoschnittprogramm brauch ich 1-2x im Jahr jeweils 1-2 Wochen, dann ist der Urlaubsfilm fertig und das Programm belegt nur unnütz Ressourcen, im nächsten Jahr gibts womöglich eine neue Version, die mehr kann, die ich aber wieder neu für mind. 100€ kaufen müßte.
    Spiele hat man auch oft nach wenigen Wochen oder gar Tagen durch und Diplomarbeiten schreibt man auch nicht jedes Jahr.

    Wer unbedingt auf seinen alten Programmen sitzen bleiben will, muß mehr oder weniger dann auch auf seiner alten Hardware sitzen bleiben. Bei Mainboard muß man ja inzwischen gut aufpassen, daß es noch Treiber für alte Betriebssysteme gibt.

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  • Applefan 17:34 | 21.11.2010

    Windows 8 riskant?

    Wenn Steve Ballmer Windows 8 als "riskantestes Projekt" einstuft könnte das bedeuten, dass Microsoft nur noch die Nutzung von Windows (und anderen Microsoft-Programmen) über das Internet zulassen will. Dafür spricht die virtuelle Umgebung, von der die Rede ist.

    So etwas ist dann nicht nur riskant, sondern kann tödlich für Microsoft sein. Wenn es keine lokalen Programme mehr gibt, wird das möglicherweise bedeuten, dass die Kunden bei ihrer alten Software bleiben bis diese Schimmel ansetzt! Abgesehen davon kann ich mir kaum vorstellen, dass Unternehmen es recht sein wird, wenn alle ihre Daten vorher bei Microsoft auf den Servern gewesen sind.

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