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Microsoft: Fleißiges Raubkopie-Shreddern auf der CeBIT

17.03.2003 | 15:38 Uhr |

Nach dem reichlich unspektakulären "CD-Teppich" auf der letzten Systems hat Microsofts Copyright Division auch in Hannover eine "ungewöhliche Aktion" gestartet, bei der Messebesucher gefälschte CDs vernichten konnten.

Nach dem reichlich unspektakulären "CD-Teppich" auf der letzten Systems hat Microsofts Copyright Division auch in Hannover eine "ungewöhliche Aktion" gestartet, bei der Messebesucher gefälschte CDs vernichten konnten. Den passenden Schredder hatte der Softwarekonzern im Eingangsbereich der Halle 2 aufgebaut; aus den zerkleinerten Rückständen wurden nach dem Motto "Mit Raubkopien schaut man in die Röhre" Kaleidoskope gebastelt, berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerwoche" .

Microsoft-Geschäftsführer Wolfgang Ebermann erklärte dazu, nirgendwo in Europa habe die Piraterierate im letzten Jahr so stark zugenommen wie in Deutschland. Illegales Kopieren sei erstens Betrug an Programmierern oder Künstlern, zweitens Betrug an sich selbst - da unter den wirtschaftlichen Konsequenzen alle litten -, und drittens Betrug an den Verbrauchern, die für ihre Produkte ehrlich bezahlten. "Der Verzicht auf Raubkopien ist eine Frage der Fairness", appellierte Ebermann.

Microsoft engagiert sich nach eigenen Angaben bereits seit 1976 für den Schutz seiner Copyrights. Die Copyright Division in Deutschland betätigt sich vor allem mit Aufklärungskampagnen und Serviceangeboten wie einem Produktidentifikationsdienst. Allerdings setzt der Redmonder Konzern erst seit kurzem mit seiner Produktaktivierung, die mit Windows und Office XP eingeführt wurde, erste wirksame Kopierschutzverfahren ein.

CeBIT Special bei PC-WELT

Deutsche Musikindustrie: Gewaltiger Umsatzrückgang - schuld seien Raubkopien (PC-WELT Online, 27.02.2003)

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