29.12.2006, 12:45

Hans-Christian Dirscherl

Microsoft Expression Web löst Frontpage ab

Mit Expression Web eröffnet Microsoft seine neue Expression-Produktreihe. Expression Web tritt dabei die Nachfolge von Microsofts Webseiten-Editor Frontpage an. Expression Web verspricht umfassenden Support für alle gängigen Webstandards und bietet einfachen Zugriff auf ASP.net-Steuerelemente, ohne dass dafür Programmierkenntnisse in einer .net-Sprache erforderlich sind. In den ersten Januartagen soll das neue Produkt im Handel erhältich sein.

Mit Expression Web eröffnet Microsoft seine neue Expression-Produktreihe. Expression Web tritt dabei die Nachfolge des wegen seines mitunter recht eigenwillig kreierten Codes nicht unumstrittenen Frontpage an, es handelt sich also um einen Website-Editor mit WYSIWYG-Funktion mit zahlreichen vorgefertigten Elementen und Formatvorlagen. Selbstverständlich kann der Anwender auch direkt in den Code eingreifen, auf Wunsch lassen sich Webseiten-Ansicht und Code während der Entwicklung untereinander anzeigen. Beim Programmieren stehen die von modernen Editoren gewohnten Syntaxhervorhebungen sowie das aus Visual Studio bekannte Intellisense zur Verfügung, mit dem sich Befehle und Code einfach anzeigen und ergänzen lassen.

Expression Web unterstützt alle gängigen Webformate, -Standards und -Techniken einschließlich CSS, XSLT, HTML 4.01, XHTML, ASPX und XML. Nach dem Auswählen eines Dokumenttyps warnt Sie ein Codeüberprüfungssymbol, falls Sie ungültigen Code schreiben. Außerdem lassen sich fertige ASP.net 2.0-Steuerelemente ganz simpel per Mausbewegung einfügen, Programmierkenntnisse in einer .net-Sprache sind dafür nicht erforderlich. Um ASP.net-Seiten lokal auf Ihrem Rechner betrachten zu können, bringt Expression Web zudem einen einfachen Web-Server mit.

Das Programm selbst erfordert zwar eine gewisse Einarbeitungszeit, die Oberfläche ist aber übersichtlich und klar strukturiert. In der Mitte des Bildschirms gibt es die Webseitenansicht und die Codeansicht. Links davon befindet sich standardmäßig die Ordneransicht, darunter eine Übersicht über die Tag- und CSS-Eigenschaften. Am rechten Bildschirmrand steht die Toolbox mit fertigen Elementen zum Einfügen via Drag and Drop zur Verfügung. Hier finden Sie also beispielsweise HTML-Tags, Formularelemente und ASP.net-Steuerelemente. Darunter kommt die Formatvorlagenverwaltung.

Fehler, die bei der Kompatibilitätsprüfung (siehe nächste Seite) entdeckt werden, listet Expression Web am unteren Bildschirmrand auf. Die Statusleiste als unterer Programmabschluss liefert eine Reihe von Informationen wie Pixelzahl oder den gerade eingestellten Webstandard. Die Anordnung der einzelnen Elemente kann der Benutzer an seine Bedürfnisse anpassen.
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