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Beim IE 8 war Oberfläche wichtiger als Performance

10.09.2008 | 15:12 Uhr |

Für Microsoft hatten bei der Entwicklung des Internet Explorers 8 die Programmoberfläche und die Bedienbarkeit höchste Priorität. Die Performance spielte dagegen keine so große Rolle.

Das ist nicht etwa die Meinung eines Microsoft-Kritikers, der am Leistungsvermögen des IE8 herumnörgeln möchte. Sondern das sagte Stephane Kimmerlin, Microsoft Produkt Marketing Direktor der Windows Client Business-Group für den Raum Asien-Pazifik, während einer Vorführung der jüngsten Betaversion des neuen Microsoft-Browers, wie das englischsprachige Nachrichtenmagazin ZDnet.co.uk berichtet. Microsoft legte demnach bewusst seinen Hauptaugenmerk darauf, die Bedienbarkeit des IE 8 so gut wie nur irgend möglich zu gestalten.

Auf das Performance-Benchmarking, das bei den Browser-Vergleichen oft eine große Rolle spielte, habe Microsoft dagegen nicht ganz so sehr geachtet. "Als wir damit anfingen, den IE zu entwerfen, hatten wir nicht als erstes die Performance im Sinn" antwortete Kimmerlin auf die Frage nach der Geschwindigkeit der Javascript-Engine des IE8. Die Schnelligkeit, mit der ein Browser Javascript-Code abarbeiten kann, rückte seit der Freigabe von Google Chrome wieder verstärkt in das Bewusstsein der Anwender.

Google bewarb und bewirbt seinen neuen Browser nämlich unter anderem damit, dass er mit einer neu entwickelten Javascript-Engine namens V8 komme, die besonders schnell ihre Arbeit verrichten würde. Benchmark-Tests der PC-WELT haben diese Aussage bestätigt . Kimmerlin wies zudem daraufhin, dass für alle derzeit durchgeführten Vergleichstest nur eine Beta des IE8 zur Verfügung stünde. Das sollte man fairerweise beim Vergleich mit Firefox 3 oder Opera berücksichtigen (die aktuell erhältliche Fassung von Google Chrome ist allerdings auch noch im Betastatus).

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