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Microsoft Antispyware: EULA verspricht 5 US-Dollar bei Schäden

01.03.2005 | 16:05 Uhr |

In der Lizenzvereinbarung von Microsoft Antispy ist eine Passage enthalten, in der die Anwender darüber informiert werden, dass sie fünf US-Dollar Schadenersatz erhalten, wenn die Software einen Schaden anrichtet.

Das Lesen der Lizenzvereinbarung (EULA) kann sich lohnen. In der EULA von Microsoft Antispyware Beta 1 klärt Microsoft die Anwender beispielsweise unter Punkt 10 "Limitation on and Exclusion of Damages" auf, dass es bei Schäden, die das Antispyware-Tool anrichtet, fünf US-Dollar Schadensersatz leistet.

Über die entsprechende Passage in der EULA in der Microsoft-Software berichtet der US-Nachrichtendienst Cnet. Demnach zahle Microsoft die fünf US-Dollar auch dann, wenn das Unternehmen "die Möglichkeit eines Schadens gewusst oder gewusst haben müsste." Das Geld gibt es immer dann, wenn die Software irgendetwas bei einer anderen Software, einem Service oder auf einer Website kaputt macht. Gedeckt werden allerdings nur direkte Schäden und keine indirekten.

Lizenzvereinbarungen sind meistens um einiges länger, als beispielsweise die von Microsofts Antispyware. Die meisten Anwender ignorieren sie einfach und klicken auf den Button "weiter". Im Februar durfte sich ein Anwender über einen Barscheck freuen, nachdem er die EULA einer Software vollständig durchgelesen hatte.

Das Unternehmen PC Pitstop wollte unter Beweis stellen, dass niemand die Lizenzvereinbarungen liest und dadurch viele auch nicht die Hinweise auf Spyware wahrnehmen. In der EULA eines seiner Produkte hatte das Unternehmen einen Hinweis versteckt. Wer an eine bestimmte Mail-Adresse ein Nachricht schickt, sollte 1.000 US-Dollar Belohnung erhalten. Es dauert vier Monate und 3.000 Downloads, bis sich überhaupt jemand meldete. Der Nutzer erhielt auch prompt das Geld.

Download: Microsoft Antispyware Beta 1

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