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Microsoft Anti-Spyware greift Norton Antivirus an

13.02.2006 | 15:09 Uhr |

Ein Fehlalarm der Anti-Spyware Beta kennzeichnet den Virenscanner als Trojanisches Pferd.

In einer Reihe von Beiträgen in den Support-Foren von Microsoft berichten Anwender über Probleme mit der noch im Beta-Stadium befindlichen Anti-Spyware von Microsoft. Ist auf dem Rechner auch Symantecs Norton Antivirus Corporate Edition installiert, meldet Microsofts Spyware-Entferner, es habe "PWS.Bancos.A" entdeckt und empfiehlt das Löschen der vermeintlich schädlichen Dateien.

Folgen die Anwender dieser Empfehlung, werden zahlreichen Dateien und Registy-Einträge des Virenscanners gelöscht. Das Antivirus-Programm startet nicht mehr und der Rechner ist somit nicht mehr geschützt. Die Reparatur dieses Schadens gestaltet sich schwierig.

In der Systemsteuerung/Software taucht der Virenscanner nicht mehr auf, kann also auf diesem Wege auch nicht zwecks Neuinstallation entfernt werden. Ein Erfolg versprechender Tipp ist die Benutzung der Symantec Installations-CD, mit deren Hilfe die Software zunächst entfernt und danach neu installiert werden kann.

Der Fehlalarm tritt mit dem Signatur-Update "5805" auf, das neuere Update "5807" soll das Problem beseitigen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass dieses Update vollständig installiert sein muss. Es besteht aus etlichen Teilen und erst wenn die Fortschrittanzeige "160/160" meldet, ist das Update komplett.

Offenbar stößt sich Microsoft Anti-Spyware an bestimmten Dateinamen und/oder Registry-Einträgen des Virenscanners von Symantec. Microsoft Anti-Spyware befindet sich noch in der Entwicklung. Die für das erste Halbjahr 2006 angekündigte Beta 2 soll den Namen "Windows Defender" erhalten und auch Probleme mit den Updates beheben. Da es sich noch um eine Beta-Version handelt, ist der Einsatz der Software auf Produktionssystemen nicht zu empfehlen.

Microsoft Anti-Spyware Support-Forum

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