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Microsoft: Anti-Linux Kampagnen haben Unternehmen geschadet

08.11.2002 | 11:38 Uhr |

Microsofts Strategie in bezug auf Open Source Software habe dem Unternehmen mehr geschadet als genutzt, geht aus den neuesten Halloween-Papieren von Microsoft hervor.

Microsofts Strategie in bezug auf Open Source Software habe dem Unternehmen mehr geschadet als genutzt, geht aus den neuesten Halloween-Papieren von Microsoft hervor, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Auf Opensource.org kommentiert Eric Raymond den von Kathryn Marsman verfassten Strategie-Bericht, der unter der Bezeichnung "Halloween VII" im September im Microsoft-Office in Berlin diskutiert wurde.

Demnach haben 81 Prozent der Befragten Erfahrungen mit quelloffenen Programmen, davon 77 Prozent mit Linux. 86 Prozent dieser Anwender setzen lieber Linux als Windows ein. Die in der Vergangenheit gegen Open Source angeführten Argumente seien nicht überzeugend gewesen, vor allem die Kritik an der GPL (Gnu Public License) falle negativ auf Microsoft zurück.

Es sei außerdem nicht gelungen, einen Mehrwert des "Shared-Source"-Programms gegenüber offenem Quellcode darzulegen. Nur 39 Prozent der Befragten sehen Vorteile in Shared Source. Microsoft soll deswegen künftig Open Source weniger aggressiv kritisieren und statt dessen mit Argumenten wie der TCO (Total Cost of Ownership) für seine Produkte werben.

Außerdem müssten vor allem in Europa Kunden die Vorteile von Shared Source nahegebracht werden, heißt es in den Papieren. Besonders in Frankreich sei der Umgang mit Open Source populär. So hätten 61 Prozent der französischen Befragten starke Vorbehalte gegen Microsoft.

Microsofts Deutschlandchef ein ehemaliger Linux-Verfechter (PC-WELT Online, 30.10.2002)

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