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Microsoft: 63 000 Fehler sind eine Ente

18.02.2000 | 13:18 Uhr |

Microsoft hat Mühe, den Ruf des neuen Windows 2000 zu verteidigen. Jim Allchin von Microsoft hat in einem offenen Brief jetzt die Berichte von über 63.000 Fehler in Windows 2000 als inakkurat bezeichnet, obwohl die Zahl in einem internen Microsoft-Memo genannt wurde. Zahlreiche Tests unter anderem in der Microsoft-Qualitätssicherung und von Kunden hätten bewiesen, dass Windows 2000 das bisher stabilste und damit verlässlichste Betriebssystem von Microsoft sei.

Microsoft hat Mühe, den Ruf des neuen Windows 2000 zu verteidigen. Jim Allchin, der Group Vice President der Microsoft Platforms Group, hat in einem offenen Brief jetzt die Berichte von über 63.000 Fehlern in Windows 2000 als inakkurat bezeichnet. Zahlreiche Tests der Microsoft-Qualitätssicherung, Business-Partnern, Analysten aus der Industrie, technischer Presse und Kunden hätten bewiesen, dass Windows 2000 das bisher stabilste und damit verlässlichste Betriebssystem von Microsoft sei.

Die Berichte über 63.000 Fehler, die in Windows 2000 stecken sollen, tauchten aufgrund eines internen Microsoft-Memos auf, das diese Zahl erwähnte. Ohne den Microsoft-Entwicklungsprozess zu verstehen, seien diese Zahlen jedoch bedeutungslos, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, erklärte Allchin.

Neben den Fehlern würden in der Bug-Datenbank auch Wünsche für neue Features, verwirrende Beschreibungen in der Dokumentation, Ideen zur Optimierung und Leistungsverbesserung und vieles mehr gesammelt werden. Fast alles, was Windows-2000-Tester jemals erwähnt haben, soll sich in dieser Datenbank befinden, ob Fehler, Feature, Idee oder Verständnisfragen. Zusätzliche Daten werden laut Allachin durch eine speziellen Software zugetragen, die den Quellcode analysiert. Darunter soll jedoch eine deutliche Anzahl falscher Fehlermeldungen sein, da der Analysator oft eine Code-Änderung vorschlägt, die nicht notwendig ist. Doch auch diese Meldungen würden in die Bug-Datenbank einfließen.

In dem bereits erwähnten Memo soll es mehr um das Aufräumen der Datenbank durch Entfernung überflüssiger Einträge gehen, als um das Entfernen von Fehlern in Windows 2000, so Allchin. Windows-2000-Anwender werden seiner Meinung nach nicht mit Problemen durch Fehler zu kämpfen haben, erklärt er stolz am Ende des Dokuments. (PC-WELT, 18.02.2000, he)

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