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Microsoft: 12.000 Systeme waren von WGA-Problemen betroffen

28.08.2007 | 14:11 Uhr |

Die Probleme bei der Echtheitsüberprüfung WGA haben laut Angaben von Microsoft rund 12.000 Systeme betroffen.

Am Wochenende hatten die bei Microsoft für die Echtheitsüberprüfung zuständigen Server Problem, die zur Folge hatten, dass frisch aufgesetzte Windows-XP- und Windows-Vista-Systeme nicht validiert werden konnten .

Wie Microsoft nun mitteilt , waren von diesen Problemen, die rund 20 Stunden andauerten, weltweit insgesamt 12.000 Systeme betroffen. Den Daten zufolge seien nahezu alle Systeme mittlerweile erfolgreich validiert worden. Das an sich wertet Microsoft als ein positives Zeichen, betont allerdings, dass auch weiterhin der Vorfall untersucht werde, um künftig ein ähnliches Problem ausschließen zu können. „Eine negative Erfahrung für unsere Kunden, ist eine zu viel“, heißt es in dem Statement des für WGA zuständigen Microsoft-Teams.

Auch die Kommunikation mit den Kunden während des Vorfalls wird untersucht. So sollen beispielsweise Microsoft-Mitarbeiter den Anwendern, die mit den WGA-Problemen zu kämpfen hatten, gesagt haben, dass die Probleme Tage andauern könnten. Diese Aussage hätte laut dem WGA-Team niemals getroffen werden dürfen, weil von vornherein abzusehen war, dass eine absehbare Lösung der Probleme eher innerhalb von Stunden anstatt von Tagen erfolgen würde.

Anwendern, die auch weiterhin Probleme mit WGA haben, können sich über eine kostenfreie Rufnummer mit dem für die Produktaktivierung zuständigen Support-Mitarbeitern von Microsoft in Verbindung setzen. Deutsche Anwender finden diese Rufnummer auf dieser Seite .

Der Ausfall der WGA-Server und die damit verbundene nicht erfolgreich durchführbare Validierung des Betriebssystems hatte bei Anwendern laut Angaben von Microsoft nun geringe negative Nebeneffekte. So waren vorübergehend nur folgende Windows-(Vista)-Funktionen nicht nutzbar: Windows Aero, Readyboost, Windows Defender und Windows Update. Windows Defender konnte sich in der Zeit nicht aktualisieren, sicherte das System aber weiterhin vor Malware ab. Über Windows Update waren in der Zeit nur optionale Updates nicht verfügbar, alle sicherheitsrelevanten Updates dagegen konnten heruntergeladen werden.

Warum es überhaupt zum Ausfall von WGA kam, wird derzeit noch bei Microsoft untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung soll dann auch öffentlich verkündet werden.

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