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Messsucherkamera von Leica wird digital

Leica kündigt mit der M8 eine digitale Messsucherkamera in der 10-Megapixel-Klasse an und bleibt dennoch seinem minimalistischen Bedienkonzept treu.

Kamerapurist Leica stößt mit der M8 endgültig ins digitale Zeitalter vor. Aufgrund seiner Firmenphilosophie verzichtet der Hersteller zwar weiterhin auf Programmautomatiken und Autofokus, aber Scharfstellung und Belichtung lassen sich neben manueller Einstellung auch per Zeitautomatik mit Blendenvorwahl konfigurieren. Dank des Metalllamellen-Schlitzverschlusses sind jetzt kurze Verschlusszeiten von bis zu 1/8.000 s im Normalbetrieb und maximal 1/250 s im Blitzbetrieb möglich. Auch beim Blitz hat Leica mit einer erweiterten TTL-Blitzmessung mit Messvorblitz nachgelegt. Besitzer älterer Objektive wird es freuen, dass die M8 zu fast allen M-Objektiven kompatibel sein soll.

Der CCD-Bildsensor besitzt eine Aufnahmefläche von 18 x 27 mm und erreicht eine Auflösung von 10,3 Megapixel. Bilder können wahlweise als JPEG-Datei oder in Adobes Rohdatenformat DNG (Digital NeGative) gespeichert werden. Praktisch: Leica liefert mit Phase One Capture One LE gleich einen RAW-Konverter mit. Auf der Rückseite der M8 prangt ein 2,5-Zoll-Bildschirm mit 230.000 Pixel. Daneben befinden sich Funktionstasten und ein Drehrad mit Steuerkreuz. Über einen ringförmigen Schalter, der den Auslöser umgibt, wird die Kamera eingeschaltet und die Bildrate ausgewählt. Ein kleines LCD-Display zeigt die Restbildzahl und den Ladestand des Akkus an. Fotos können von der SD-Karte der Kamera über die USB-2.0- Schnittstelle übertragen werden. Natürlich lässt sich die M8 auch über die mitgelieferte Leica-Digital-Capture-Software fernsteuern. Die exklusive LEICA M8 soll ab Ende November für 4.200 Euro zu haben sein.

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