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Messaging-Spezialist: Immer mehr unerwünschte Mails

20.12.2006 | 09:10 Uhr |

Das auf Services für Kommunikation und Geschäftsprozesse spezialisierte Unternehmen Retarus meldet alarmierende Zahlen von der Mail-Front. Demnach steigt die Zahl unerwünschter Mails seit Jahren kontinuierlich, im Dezember wurde ein neuer Höchststand erreicht.

Die Zahl unerwünschter Spam-, Phishing- oder Viren-Mails steigt seit Jahren kontinuierlich und stellt mittlerweile den größten Teil des täglichen Mail-Verkehrs. Das Zahlenmaterial der Spezialisten von Retarus ist dabei (auf den ersten Blick) alarmierend: So wurden vergangenen Montag im Rechenzentrum des Messaging-Dienstleisters nur noch 3,48 Prozent der für Kunden bestimmte Mails weitergeleitet, am Sonntag waren es nur 0,58 Prozent. Beim Rest der Sendungen handelte es sich um Spam, Phishing-Versuche oder mit Malware verseuchte Mails. Täglich werden in dem Rechenzentrum des Dienstleisters eigenen Angaben zufolge mehrere Millionen Mails bearbeitet.

Ein Vergleich mit den Zahlen von Januar 2006 zeigt, wie sich das Problem seither verschärft hat. So konnten Mitte Januar laut Retarus unter der Woche noch 11 Prozent der Mails weitergeleitet werden und am Wochenende rund 2 Prozent.

Im selben Zeitraum hat sich allerdings laut Dienstleister der gesamte Mailverkehr verdreifacht. Unter der Annahme, dass die Zahl legitimer Mails konstant geblieben und nur die Zahl unerwünschter Mails angestiegen ist, ergibt sich also grob gerechnet allein auf Grund des Anstiegs der Spam-Mails der prozentuale Rückgang bei den weitergeleiteten Mails. Lediglich die IT-Abteilungen haben immer mehr damit zu tun, die Flut der unerwünschten Sendungen einzudämmen.

Laut Retarus belasten insbesondere diejenigen Sendungen die Mail-Server von Unternehmen, die an zufällig generierte Adressen verschickt werden. Darüber versuchen beispielsweise Spammer, an valide Mail-Adressen zu gelangen. Eine Übersicht des täglichen Mail-Aufkommens sowie dessen Analyse finden Sie auf dieser Seite bei Retarus . Dort gibt es auch detaillierte Analysen bis März 2005.

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