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Jahresrückblick unter Sicherheitsaspekten

10.12.2007 | 15:35 Uhr |

Ein Jahresrückblick der besonderen Art: Storm-Botnet, hohe Spam-Quoten und Phishing mithilfe von Social Networking-Sites – das sind laut Message-Labs die wichtigsten Merkmale des Jahres 2007 unter Sicherheitsaspekten.

Das Sicherheitsunternehmen MessageLabs hat die Ergebnisse des MessageLabs Intelligence Report für das Jahr 2007 vorgelegt. Der Bericht soll die zunehmende Malware-Vielfalt des zu Ende gehenden Jahres aufzeigen.

Mit einer durchschnittlichen Quote von 84,6 Prozent blieben Spam-Mails auch 2007 die dominierende Bedrohung. Zusätzlich zum gewohnten massenhaften Versand von Mails bedienten sich die Spammer jedoch neuer, bislang unbekannter Angriffsarten wie dem Storm-Botnet, das Anfang 2007 in der Malware-Landschaft auftauchte. Im Oktober gab es zum Beispiel eine Welle von MP3-Spams, bei der 15 Millionen Mails mit MP3-Anhängen über dieses Botnet versendet wurden.

Im Verlauf des Jahres nahm die Vielfalt der Dateianhänge zu, derer sich die Online-Kriminellen bedienten. Immer mehr Angreifer gingen außerdem dazu über, Links zu Schadcode in ihre Mails einzufügen, die von signaturbasierten Anti-Viren-Technologien nicht erkannt werden und daher bei den Empfängern weniger Verdacht erregen.

2007 wurden immer mehr Angriffe beobachtet, die sich den schnell wachsenden und besonders anfälligen Bereich der Social Networking-Sites zunutze machten. Websites wie Facebook, Linked-In oder Plaxo bieten Cyber-Kriminellen großartige Möglichkeiten, persönliche Daten zu sammeln, die sie für den Identitätsdiebstahl oder gezielte Angriffe verwenden können. Im Laufe des Jahres 2007 gab es so mehrere große Wellen gezielter Angriffe, die sich vorwiegend an Führungskräfte und das obere Management richteten. Die letzte derartige Angriffswelle wurde im November beobachtet, als bei dem bislang ersten branchenspezifischen Angriff fast 1000 personalisierte E-Mails an Angehörige des Finanzsektors versandt wurden.

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