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Merkel wehrt sich gegen bundeskanzlerin-merkel.de

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist verärgert über die Website www.bundeskanzlerin-merkel.de. Der Inhaber, der sich die Adresse im Jahr 2001 hat schützen lassen, wurde aufgefordert, die Site bis Mittwoch zu löschen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wehrt sich gegen eine fremde Internetadresse unter ihrem Namen. Die Adresse " www.bundeskanzlerin-merkel.de " hatte sich der Mannheimer Holger Schmid 2001 schützen lassen. Das Bundespresseamt habe ihn aufgefordert, die Adresse bis zu diesem Mittwoch zu löschen, bestätigte der Werbefachmann einen Bericht des "Mannheimer Morgen".

Update 15:25 Uhr : Falls Schmid dem nicht nachkomme, wolle das Amt eine einstweilige Verfügung beantragen. Schmid hatte sich die Internetadresse 2001 schützen lassen. Vom Bundespressamt gab es dazu zunächst keine Stellungnahme. Unter der Adresse war am Dienstag lediglich ein Test-Bild zu finden.

Schmid will den Eintrag nach eigenen Angaben nicht löschen lassen. Er habe sich die Adresse schützen lassen, um sie Merkel kostenlos zu übergeben und dabei auf die Nöte des Mittelstandes aufmerksam zu machen. Drei Mal habe er sich deshalb seit 2001 an die CDU gewandt, jedoch keine Antwort erhalten.

Erst im Oktober habe sich die Partei bei ihm gemeldet und klargestellt, dass es kein Treffen mit der Kanzlerin geben werde. Die Aufforderung, den Eintrag löschen zu lassen, habe er erst am Montag erhalten. Nach Schmids Ansicht würde das Löschen der Adresse das Problem zudem nicht lösen: "Wenn sie gelöscht würde, könnte sie sofort neu belegt werden." Er betonte, er werde die Adresse Merkel gerne bei einem netten Gespräch übergeben. Er knüpfe an die Übergabe keine Bedingungen.

Merkel kann auch den Internetauftritt www.bundeskanzlerin.de nicht nutzen. Diese Internetadresse gehört zurzeit dem Berliner PR-Berater Lars Heitmüller. Der hatte sich die Domain Bundeskanzlerin.de vor sieben Jahren gesichert, allerdings schon angekündigt, sie Merkel nach der Wahl zur ersten Kanzlerin Deutschlands zu schenken. Der 30- Jährige setzt sich auf diese Weise dafür ein, dass "Gleichberechtigung in Deutschland Normalität" wird. Wann die Domain übertragen wird, ließ Heitmüller offen.

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