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Mercedes-Benz zeigt Concept S-Class Coupé, Apps & Intelligent Drive

10.01.2014 | 13:01 Uhr |

Mercedes-Benz auf der CES in Las Vegas: Ein kraftvoll-schnittiges Concept S-Class Coupé mit 455 PS, eine virtuelle C-Klasse, Intelligent Drive und die Vernetzung von Autos, Apps und Home. Mit großer Galerie.

Mercedes-Benz nutzt die CES in Las Vegas nicht nur um die Vernetzung von Autos, Apps und Home zu demonstrieren. Sondern spricht mit einer rassigen Auto-Studie auch die eher „klassischen“ Interessen Auto-Begeisterter Messe-Besucher an: Mit dem Concept S-Class Coupé. Daneben gibt es auch einen Blick auf die neue C-Klasse. Ein weiterer Schwerpunkt: „Intelligent Drive“ – die Fahr-Sicherheits-Assistenten von Mercedes-Benz.

C-Klasse: Virtuell auf der CES vertreten
 
Auf dem CES-Stand von Mercedes-Benz in der North Hall des Messegeländes kann man die neue C-Klasse in Form einer Augmented Reality-App erfahren. Die offizielle Premiere der neuen C-Klasse findet dagegen erst nächste Woche auf der Detroit Motorshow statt.

Neue C-Klasse von Mercedes-Benz - alle Details und Foto-Galerie
 
E-Klasse: Demonstration der Fahrsicherheits-Assistenten
 
Nicht nur virtuell, sondern ganz real zum Anfassen steht dagegen eine E-Klasse auf dem Messestand. An ihr demonstriert Mercedes-Benz sein umfangreiches Portfolio an Fahr- und Sicherheits-Assistenten (von der S- und der E-Klasse hat übrigens die neue C-Klasse alle Sicherheits-Assistenten mit Ausnahme des „Nachtsichtgerätes“ Night View geerbt). Also beispielsweise Distronic Plus mit Lenk-Assistent und der neue Stop&Go-Pilot. Mercedes-Benz nennt diese Kombination von Komfort- und Sicherheitssystemen „Intelligent Drive“ (auf der Basis einer E-Klasse haben wir das Infotainmentsystem Comand Online getestet) .

Concept S-Class Coupé
Vergrößern Concept S-Class Coupé

 
S-Klasse in einer ganz besonderen Form
 
Die neue S-Klasse hat Daimler im Jahr 2013 vorgestellt. Von der S-Klasse zeigt Mercedes-Benz auf der CES eine ganz spezielle Studie: Das Concept S-Class Coupé. Diese Coupé gibt es im Unterschied zur ausgestellten E-Klasse und zur neuen C-Klasse, die man zumindest bereits vorbestellen kann, noch nicht zu kaufen. Die Herzen Auto-begeisterter CES-Besucher lässt das Coupé aber deutlich schneller schlagen, das merkten wir an den Reaktionen der um das Auto herum stehenden Besucher.

Comand Online von Mercedes-Benz im Praxistest (mit Riesen-Galerie und Video)
 
Lässt man einmal die klassischen Features wie die ebenso schnittige wie wuchtige Karosserie-Form (Radstand: 2,94 Meter, Länge: 5,05 Meter, Breite: 1,95 Meter, Höhe: 1,40 Meter; Voll-LED-Scheinwerfer, keine B-Säule, 21-Zoll-Reifen), das edle Innen-Ambiente und die – vorsichtig formuliert – ausreichend kräftige Motorisierung (V8-Biturbo-Motor mit 4663 Kubikzentimeter Hubraum, 455 PS, maximales Drehmoment: 700 Nm) außer Acht, so stechen beim Concept S-Class Coupé vor allem die volldigitale Instrumententafel und das Bedienkonzept ins Auge.

Das Cockpit des Concept S-Class Coupé
Vergrößern Das Cockpit des Concept S-Class Coupé
© Daimler

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Wie schon bei der S-Klasse-Limousine hat Mercedes-Benz zwei LCDs verbaut: Eines als Ersatz für die klassischen Instrumente und eines als Bildschirm für Navigation, Konnektivität und Infotainment. Deren Funktionalität wurde aber noch einmal erweitert: So müssen Fahrer und Mitfahrer im Concept S-Class Coupé beispielsweise nicht mehr umständlich ihre digitale Musiksammlung durchsuchen, denn dank der Software MoodGrid, die in Kooperation mit Gracenote in das Fahrzeug integriert wurde, wird eine Vorauswahl aus rund 18 Millionen Songs direkt aus der Cloud zusammengestellt, die auf die ausgewählte Stimmung und den individuellen Geschmack des Hörers abgestimmt sein soll.

Mercedes stellt neue S-Klasse vor
 
Telematik und Infotainment
 
Neben den realen und virtuellen Fahrzeugen gibt es auf dem Mercedes-Benz Messestand Einblicke in die Welt der Telematik und des Infotainments. So können sich die Besucher einen Überblick über die aktuellen Mercedes-Benz Apps verschaffen und die Digital DriveStyle-App inklusive Car-to-X-Technologie testen. Die Mercedes-Benz Entwickler zeigen auch, wie sich so genannte „Wearable Devices“ wie Google Glass, oder intelligente Uhren wie die Pebble Smartwatch in das Telematiksystem des Fahrzeugs integrieren lassen.

Angepasste Samsung-Smartwatch
Vergrößern Angepasste Samsung-Smartwatch

 
Außerdem demonstriert Mercedes-Benz, wie künftig von Zuhause aus bequem relevante Fahrzeugdaten über Vehicle Home abgerufen werden könnten. Hierzu kooperiert Mercedes-Benz mit dem Unternehmen Nest Labs. Beide Kooperationen, also sowohl die mit Nest Labs als auch die mit Pebble, dienen dazu, dass die Entwickler von Mercedes-Benz vorab auf Softwareschnittstellen für automobile Anwendungen (Application Programming Interfaces, APIs) zugreifen können. So kann Mercedes-Benz maßgeschneiderte und für die Nutzung im Fahrzeug optimierte Anwendungen entwickeln, welche die Bedienung der Hardware von Nest Labs und Pebble Technology nahtlos in das Fahrzeug integriert.

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Damit wird beispielsweise die bedarfsgerechte Steuerung der Temperatur zu Hause oder im Büro bequem vom Auto aus möglich. Oder man kann relevante Fahrzeuginformationen aus der Ferne abrufen und sich diese direkt auf der Armbanduhr anzeigen lassen. Sowohl die Kommunikation mit Thermostaten von Nest Labs sowie der Informationsaustausch mit den Uhren von Pebble Technology sollen in den nächsten Monaten den Weg in die Fahrzeuge finden.

 
Insgesamt kann man zwei Smartwatches am Mercedes-Benz-Stand bewundern: Die Pebble und Samsung Gear. Die Samsung-Smartwatch hat das ansprechendere Display und gefiel uns optisch besser. Doch Schönheit hat ihren Preis: Sie hält mit einer Akku-Ladung deutlich kürzer durch als die Pebble. Letztere bietet also die schlichtere Optik, ist aber offensichtlich deutlich alltagstauglicher.
 
Mercedes-Benz entwickelt Fernzugriff mit Pebble-Smartwatch
 
Auch mit Google pflegt Mercedes-Benz eine Zusammenarbeit. Das aktuelle Ergebnis der Partnerschaft: Die Integration von Google+ in die Digital DriveStyle-App. Als erster Automobilhersteller der Welt wird Mercedes-Benz Google+ in das Fahrzeug bringen. Die Markteinführung via Digital DriveStyle-App ist für das Frühjahr geplant.

CES-Stand von Mercedes-Benz
Vergrößern CES-Stand von Mercedes-Benz
Video: Mercedes Comand Online im Test
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