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Mercedes-Benz-Limousinen fahren autonom durch Kalifornien

23.09.2014 | 15:23 Uhr |

In Kalifornien fahren S-Klasse- und E-Klasse-Limousinen künftig autonom über die öffentlichen Straßen. Das Google-Auto bekommt also Konkurrenz. Update 23.9.: Auch Google und Audi haben die Lizenz dafür bekommen, auf allen Straßen in Kalifornien ihre Computer-gesteuerten PKWs fahren zu lassen.

Die berühmten automatisiert fahrenden Google-Autos können in den USA bald mit ebenso automatisiert fahrenden Mercedes-Benz-Limousinen um die Wette fahren. Auf öffentlichen Straßen wohlgemerkt.

 

Naja, fast. Zu Wettrennen zwischen den „Roboter-Autos“ wird es hoffentlich nicht kommen. Aber die Daimler AG hat jetzt mitgeteilt, dass sie die Lizenzen bekommen hat, um im US-Bundesstaat Kalifornien „autonom fahrende Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu testen.“

 

Seit 16. September 2014 schreibt nämlich der US-Bundesstaat Kalifornien mit dem „Senate Bill No. 1298“ eine offizielle Genehmigung durch den Gesetzgeber vor, um autonom fahrende Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen zu testen. Genau diese Genehmigung hat Mercedes-Benz bekommen und darf damit in Kalifornien seine autonom fahrenden Fahrzeuge im täglichen Straßenverkehr erproben.

Video: Mercedes Comand Online im Test

 

Prof. Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung: „Durch neue Forschungsaktivitäten wollen wir das Thema speziell in den USA voranbringen, denn das Verkehrssystem in den USA unterscheidet sich in vielen Punkten von dem in Deutschland. Die Erkenntnisse, die Mercedes-Benz hierdurch gewinnt, tragen dazu bei, das autonome Fahren technologisch signifikant weiter zu entwickeln“.

 

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Die Unterschiede sind laut Mercedes-Benz erheblich: Während man in Deutschland häufiger auf engen Straßen unterwegs ist, sind diese in den USA oftmals breiter und haben auch mehr als sechs oder sogar acht Spuren. Ampeln sind auf der gegenüberliegenden Straßenseite angebracht, es gibt zahlreiche Einfädelsituationen, und bei einem sogenannten 4-Way-Stop darf derjenige zuerst fahren, der als Erster an die Kreuzung kommt.

Video: BMW zeigt fahrerloses Auto

 

Die automatisiert beziehungsweise autonom fahrenden PKWs von Mercedes-Benz sollen künftig nahezu jeden Tag auf der Straße getestet werden. Wie bereits bei den Testfahrten in Deutschland sind auch diese Forschungsfahrzeuge von Mercedes-Benz in den USA aktuelle Modelle der S- und E-Klasse. Speziell geschulte Testfahrer sitzen in den Fahrzeugen und überwachen sie. Dazu sind die Testfahrzeuge besonders ausgerüstet: Der Fahrer muss deutlich erkennen, wenn das Auto im autonomen Fahrmodus ist und diesen jederzeit übersteuern können; darüber hinaus muss der Wagen zu jedem Zeitpunkt selbständig anhalten können.

BMW demonstriert hochautomatisiertes Fahren

 

Nicht nur Mercedes-Benz forscht intensiv mit Autos, die sich selbstständig ihren Weg durch das Verkehrsgeschehen suchen. Auch Erzrivale BMW erprobt fortlaufend Computer-gesteuerte PKWs. Allerdings setzen die Bayern eher auf deutsche Autobahnen als Teststrecken. 

Update 23. September 2014: Auch Google und Audi haben die begehrten Lizenzen

Doch nicht nur Fahrzeuge mit dem Stern kurven künftig Computer-gesteuert über die Straßen des Sonnenstaates Kalifornien. Auch Google und Audi haben solche Lizenzen bekommen, wie das Technik-Weblog The Verge berichtet. Damit dürfen von nun an Audi, Google und Mercedes-Benz autonom fahrende PKWs über alle Straßen des US-Bundesstaates fahren lassen. Insgesamt gab das Department of Motor Vehicles (DMV) 29 solche Fahrlizenzen für selbstständig fahrende PKWs aus. 25 gingen an Google (das modifizierte SUVs von Lexus verwendet), jeweils zwei an Audi und Mercedes-Benz.

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