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Menschen mit implantierten RFID-Chips erzählen

10.01.2006 | 15:53 Uhr |

Türen öffnen sich wie von Zauberhand, PCs fahren beim Betreten eines Büros automatisch hoch und die Kaffeemaschine legt sofort los, frischen Kaffee zu brühen, wenn ein Koffein-Süchtiger den Raum betritt. Zukunftsmusik denken Sie? Nein, dank RFID ist das schon Realität. Zumindest für einige Technik-Freaks, die sich RFID-Chips unter die Haut pflanzen ließen.

RFID – dieses Kürzel lässt Datenschützer erschaudern. Und die Industrie jubeln. Lässt sich damit doch beispielsweise der Einkauf im Supermarkt fast voll automatisieren. Aber auch für jeden einzelnen von uns kann diese neue Technologie Vorteile bieten. Einige Technik-Enthusiasten aus Kanada wollten es wissen und ließen sich solche Chips einsetzen. Ihr Leben veränderte sich darauf spürbar, wie CNN Online berichtet.

Über Passwörter muss Amal Graafstra, ein 29 Jahre alter Unternehmer aus Vancouver, nicht mehr nachdenken, wenn er sich an seinem PC anmelden will. Stattdessen genügt eine flüchtige Handbewegung. Schon ist der Rechner einsatzbereit.

Mit der gleichen Technik hat er sich zuvor Zugang zu seinem Büro verschafft. Wie von Geisterhand öffnet sich die Tür, wenn sich Graafstra ihr nähert und die Hand kurz bewegt.

Denn Graafstra hat sich RFID-Chips unter die Haut einer seiner Hände pflanzen lassen. "Selbst wenn ich vollkommen nackt bin, komme ich in mein Haus", jubelt Graafstra.

Zwei Dollar kostet laut dem Bericht so ein Chip zum Einpflanzen. Die dazu passenden Lesegeräte sollen mit rund 50 Dollar zu Buche schlagen. Damit die Lesegeräte ansprechen, muss Graafstra sich mit dem RFID-Chip bis auf knapp acht Zentimeter nähern.

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