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Computer Watson siegt beim TV-Quiz Jeopardy

16.02.2011 | 10:21 Uhr |

In der US-Quizshow Jeopardy tritt derzeit der von IBM entwickelte Super-Computer Watson gegen Quiz-Profis an. Die zweite Runde gewann Watson klar.

IBMs Super-Computer Watson ist dem Sieg beim US-TV-Quiz Jeopardy einen Schritt näher gerückt. Nachdem die erste Runde noch unentschieden ausging, konnte Watson bei der zweiten Runde klar siegen. Watson tritt im US-Fernsehen gegen die beiden Jeopardy-Quiz-Experten Ken Jennings und Brad Rutter an. Bei der ersten Runde konnte Watson mit 5000 US-Dollar genau so viel wie Rutter erraten, während Jennings auf 2000 US-Dollar kam.

Am Dienstag wurde im US-Fernsehen nun die zweite Runde ausgestrahlt, die Watson mit 35754 US-Dollar klar für sich entscheiden konnte. Brad Rutter kam auf 10000 US-Dollar und Jennings auf 4800 US-Dollar. Watson konnte im Laufe der Sendung die meisten Fragen richtig beantworten und gab so seinen Konkurrenten kaum die Gelegenheit, Fragen zu beantworten.

Nur bei der Frage, in  welcher US-Großstadt der Flughafen nach einem Helden des Zweiten Weltkriegs benannt ist, wankte Watson: Der Supercomputer nannte als Lösung "Toronto" statt "Chicago" (Flughafen O´Hare). Doppelt peinlich, weil ja immerhin nach einer US-Stadt gefragt wurde.

In einem Blog-Eintrag liefert IBM eine Erklärung für den Fehler: Der Hinweis auf eine "US-Stadt" steckte nicht in der Frage selbst, sondern in der Kategorie zur Frage. Wäre die Einschränkung "US-Stadt" in der Frage enthalten gewesen, dann hätte Watson bei der Suche nach einer Lösung US-Städte stärker gewichtet. Außerdem verzichtet Watson normalerweise auf die Nennung einer Antwort, wenn er sich nicht sicher ist. Es gibt aber bei Jeopardy eine Phase, bei denen Fragen beantwortet werden müssen. Das Watson bei dieser Frage nur 947 US-Dollar riskierte, werten die IBM-Forscher aber als positiv. Watson habe bei dieser Frage intelligent gewettet und letztendlich mit großem Abstand gewonnen.

Technisch basiert Watson auf einem System mit 90 Prozessoren, die jeweils mit 3,5 Gigahertz getaktet sind. Hinzu kommen 16 Terabyte Speicher und eine ausgeklügelte Software, die es Watson erlaubt, an einer Jeopardy-Partie mit Sprachausgabe teilzunehmen.

Am Mittwoch wird nun die dritte und finale Folge des Wettbewerbs im US-Fernsehen ausgestrahlt. Die Chancen stehen gut, dass Watson den Sieg einfährt und 1 Million US-Dollar gewinnt, die IBM dann für einen guten Zweck spenden wird.

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