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EU-Forschungsminister forcieren EIT-Gründung

27.04.2007 | 06:45 Uhr |

Europa will mit mindestens 300 Millionen Euro den Schulterschluss von Hightech-Industrie und Spitzenforschung fördern.

Die EU-Forschungsminister verständigten sich am Donnerstag in Würzburg auf zentrale Eckpunkte zum Aufbau des umstrittenen Europäischen Technologie-Instituts (EIT). Zwar fasste die Runde unter Leitung der EU-Ratspräsidentin und Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) noch keine formellen Beschlüsse. Doch bereits im Juni sei eine Entscheidung möglich, wie aus den Delegationen beim informellen EU-Wettbewerbsrat verlautete. Damit das EIT schon im Herbst die Arbeit aufnehmen könne, müsse die EU-Kommission zuvor ein tragfähiges Finanzierungskonzept für die Jahre 2008 bis 2013 vorlegen.

Schavan zeigte sich schon zu Beginn der Beratungen optimistisch. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in Würzburg auf dem Weg zu einem EIT ein entscheidendes Stück vorankommen. Wir hoffen bei den Projekten auf eine signifikante Ko-Finanzierung der Wirtschaft bis zu 50 Prozent." Der zuständige EU-Bildungskommissar Jan Figel signalisierte Kompromissbereitschaft: "Wir sind auf dem Weg zu einer Übereinstimmung." Mit den Beiträgen der Industrie kämen dann gut 600 Millionen Euro zusammen.

Die EU-Kommission nimmt damit aber Abschied von ihren sehr anspruchsvollen Plänen zum EIT. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte 2005 vorgeschlagen, nach dem Vorbild des Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine europäische Kaderschmiede zu gründen. Die geplante Universität sollte bereits von 2008 bis 2013 über einen Etat von 2,4 Milliarden Euro verfügen. Das MIT in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts gilt als eine weltweit führende Universität in der Spitzenforschung gemeinsam mit der Industrie.

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